Hitze, Dürre, Wind

Höchste Waldbrandgefahr im Kreis Celle

Für die Celler Wälder gilt allerhöchste Waldbrandgefahr. Erst ab Donnerstag soll sich die Lage entspannen.

  • Von Simon Ziegler
  • 19. Juli 2022 | 17:03 Uhr
  • 26. Juli 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 19. Juli 2022 | 17:03 Uhr
  • 26. Juli 2022
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Celle.

Die Hitzewelle hat massive Folgen für die Wälder: Die Gefahr von Feuern steigt rapide, im gesamten Kreis Celle weist der Gefahrenindex die höchste Stufe aus – so wie in vielen anderen Teilen Niedersachsens. Und nicht nur dort: Nach dem fünfstufigen Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes gilt für diesen Mittwoch in halb Deutschland die höchste Alarmstufe. Neben Niedersachsen sind Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin und Rheinland-Pfalz betroffen. In zahlreichen Wäldern gilt, dass die Waldböden mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Ein Funke genügt, um einen folgenschweren Brand auszulösen.

Lage für Feuerwehren angespannt

Kreisfeuerwehr-Sprecher Olaf Rebmann sagte, dass sich die Celler Feuerwehren in "Hab-Acht-Stellung" befinden würden. "Die Lage ist angespannt. Neben der Hitze kommt der Wind dazu, der zur Waldbrandgefahr beiträgt", sagte Rebmann. Bisher habe es glücklicherweise lediglich kleine Feuer gegeben, etwa am Montag im Neustädter Holz, wo 500 Quadratmeter in Flammen standen. Am Dienstag gab es dann einen weiteren Einsatz im Bereich Eschede. "Durch Früherkennung und das schnelle Eingreifen der Feuerwehren sind es Gott sei Dank kleine Einsätze geblieben", sagte er. Die hohe Waldbrandgefahr hatte bereits dazu geführt, dass das für Dienstagabend in Celle im Rahmen des Schützenfestes geplante Höhenfeuerwerk abgesagt werden musste.

Nicht in Wäldern grillen

Rebmann warnt davor, in den Wäldern zu grillen oder offenes Feuer zu entfachen. Beides könne verheerende Folgen haben. Wegen der hohen Waldbrandgefahr hat der Landkreis Celle seine vier Grillplätze in Wolthausen, Gerdehaus, Bargfeld und Metzingen gesperrt, wie Kreissprecher Tore Harmening mitteilte. Im Wald sei auch das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. Schon das Wegschnippen einer glühenden Zigarettenkippe kann einen Waldbrand auslösen. Was die Situation derzeit so dramatisch werden lässt, hat laut Feuerwehr zum einen mit den heißen Temperaturen und der Dürre zu tun. Zum anderen liege nach den Stürmen der vergangenen Jahre viel Totholz in den Wäldern, das als Brandbeschleuniger fungieren könne.

39 Grad am Mittwoch

Im Kreis Celle werden am Mittwoch bis zu 39 Grad erwartet, also der mit Abstand heißeste Tag des Jahres, ehe die Temperaturen deutlich sinken werden. Am Donnerstag soll dann auch der lang ersehnte Regen fallen, was die Waldbrandgefahr sofort deutlich reduzieren wird.