Celler-Land

Erinnerung an coole Typen am Tag des Schneemanns

Heute ist der Tag des Schneemanns. Leider ohne Schnee - aber dafür mit vielen Erinnerungen unserer Leser.
  • Von Michael Ende
  • 18. Jan. 2023 | 10:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
Im Winter 2002/2003 hat Harald Deutgen aus Hermannsburg dieses Bild seiner Enkelkinder Germaine und Josephina aufgenommen: "Wir erinnern und gerne daran, weil wir zu dieser Zeit fast täglich Besuch von den beiden Kindern hatten. Wir befürchten jedoch, dass es solche Bilder in unserem Breitengrad immer seltener geben wird."
  • Von Michael Ende
  • 18. Jan. 2023 | 10:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
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Celle.

Tief verschneit und frostig, bevölkert von fröhlichen Menschen, die sich in der weißen Pracht tummeln und natürlich auch Schneemänner bauen – so sollte es jetzt draußen aussehen. Ein Wintertraum.

Wer kennt ihn nicht, den liebenswerten Schneemann Olaf aus Disney‘s Frozen? Die dreijährige Nele in Sülze freut sich im Januar 2021, dass ihr Onkel Matthias mit ihr zusammen diesen eiskalten Gesellen gebaut hat. Oma Elke Thölke: "Wir alle hatten an diesem Tag viel Spaß im Schnee."

Doch der Blick aus dem Fenster offenbart die triste Realität: Der Klimawandel zeigt uns die kalte Schulter – und die ist viel zu warm. Vom Aussterben bedroht ist deshalb auch der früher weit verbreitete Schneemann.

Mischling Piet legt sich 2017 in Bannetze mit dem Cowboy-Schneemann an. Sandra Pienkohs: "Und was soll ich sagen: Piet hat ihm die Nase geklaut."

Ihm ist der heutige Tag gewidmet - eine Hommage an coole Wesen, bei deren Anblick vielen warm ums Herz wird. CZ-Leser haben ihre Fotoalben geöffnet und besonders schöne Exemplare herausgesucht.

"Der Winter 1969 in Celle war für uns Kinder so etwas Tolles! So viel Schnee und das auch im eigenen Garten, da bot es sich ja an einen Schneemann zu bauen", so die Westercellerin Ruth Blumenthal, die mit ihrem Bruder einen Schneemann baute: "Der sollte größer werden als wir Kinder selber! Eine schöne Erinnerung."

An jedem Einzelnen hängen Erinnerungen, oft an schöne Kindheitstage.

Januar 2021 und Schnee ohne Ende - was macht man da? "Genau, man baut eigentlich einen Schneemann - aber den bauen alle", sagt Ramona Rambow: "Bei uns in Sülze-Waldhof gab es ein zur Abwechslung Schneekroko der Familie Bremer, das mit Lebensmittelfarbe seinen grünen Touch bekommen hat. Spaziergänger fanden es damals so toll das sie es bei Facebook teilten."

18 erinnert an den Schneemann

Im Winter 1962/63  wurde es nachts knackekalt - bis minus 30 Grad. Und in Dasselsbruch entstand ein wahrer Gigant: 3,50 Meter hoch war der Schneemann, den (oben von links) Gerhard Gierke, Roswitha Gerle (jetzt Geisler), Armin Gerle und (unten von links) Adolf Gerle, Horst Gierke, Bärbel Gierke und Marlis Gierke bauten.

Am 18. Januar ist Welttag des Schneemanns. Warum, verrät ein genauerer Blick auf das Datum: Die „8“ sieht aus wie ein kleiner Schneemann und die „1“ erinnert an den Stock oder Besen, den er oft in der Hand hält. Und im Januar ist die Chance auf Schnee am größten - zumindest theoretisch.

Katharina Grube und ihr Pferd Lukas beschnupperten im Januar 2020 in Großmoor diesen Schneemann. Lukas gefiel besonders die Karotte.

Seit 2010 gibt es den internationalen Tag des Schneemanns. Ins Leben gerufen hat ihn Cornelius Grätz aus Reutlingen: „Mir war aufgefallen, dass es für alles Mögliche verrückte Kalender- und Jahrestage gibt.

Ein Bild aus noch analogen Zeiten von Anja Ebel: "1972 haben wir mit der ganzen Familie Stan und Ollie gebaut. Hat uns einen Sonntagnachmittag gekostet und die beiden haben wochenlang die Passanten von unserem Vorgarten in Nienhagen aus gegrüßt."

Nur der Schneemann hat nichts abgekriegt.

Beate Dettmer aus Celle ist stolz auf ihre Enkeltochter Ida, die 2017 diese beiden Gesellen gebaut hat.

Außerdem werden aufgrund der Klimaerwärmung spätere Kindergenerationen den Schneemann nur noch aus Bildern oder Videos kennen.

Diese Schneemann und seine plüschigen Geselle grüßten Anfang 2021 an der Nienhäger Ecke Neuer Kamp / Birkenkamp die Passanten.

Da kam mir relativ spontan die Idee zum Weltschneemanntag.“

Unvergessliche Erinnerungen

Gestern fielen im Celler Land nur vereinzelte Flocken, die schmolzen, sobald sie den Boden berührten.

Birgit Dimel aus Beedenbostel erinnert sich gerne an den Winter 2021: "Den Schneemann habe ich mit  und für meinen Enkel Tammegebaut. Ganz old school mit Möhre, Zylinder und Reisigbesen. Ein herrlicher Winter mit reichlich Schnee und noch mehr Sonne vor strahlend blauem Himmel."

Doch der Winter ist noch längst nicht vorbei, und so besteht noch die Chance, auch in diese Jahr Schneemänner zu bauen und so unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

Ja ist denn schon Ostern? "Horsti", der Schneehase, erblickte im Januar 2020 bei Christine Hentschke Christine das Licht der Welt. Tragisch: Ostern hat er nicht erlebt.

So unvergesslich wie jeder einzelne Schneemann, den uns unsere Leser zugesandt haben. Danke dafür!

Der von Mathias, Ilka und Tochter Julia Dik gebaute Schneemann "Kevin" wirkte angesichts der Schneemassen im Januar 2021 leicht panisch und wollte unbedingt ins Haus: "Wie sich herausstellte keine gute Idee. Kevin endete als Pfütze."

Und sollte es doch noch mal richtig schneien – dann bitte raus aus der warmen Stube, ab ins Freie und Kugeln rollen! Auf dass der Schneemann ewig lebt.