Energiesparen im Kreis Celle

Weihnachtsbeleuchtung: Gemeinden gehen unterschiedlich mit Licht-Problematik um

Die Energiepreise steigen und bald steht der Advent mit der Weihnachtsbeleuchtung bevor. Licht an oder aus? So wollen die Celler Kommunen mit dem Thema Licht umgehen.

  • Von Carsten Richter
  • 12. Okt. 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Okt. 2022
Ganz dunkel soll es in den meisten Kommunen nicht werden, so auch in der Stadt Bergen. Reduziert wird die Beleuchtung aber auch dort.
  • Von Carsten Richter
  • 12. Okt. 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Okt. 2022
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Celle.

Komplett verzichten? Nein. Aber weiter so wie bisher ist angesichts der rasant gestiegenen Energiepreise auch nicht zu vermitteln. Das ist das Ergebnis einer CZ-Anfrage an Kommunen im Umland zum Thema Weihnachtsbeleuchtung. Aus den meisten Rathäusern wird deshalb ein Kompromiss gemeldet. Lichterketten und Leuchtsterne ja, aber in geringerem Umfang – oder mit energiesparender LED-Technik ausgestattet.

"Es geht um die Botschaft: Warum wollen wir Energie für etwas verwenden, das wir nicht nötig haben?"

Jörg Makel, Bürgermeister von Nienhagen

Nienhagen will sich besonders stark einschränken

Einen vergleichsweise starken Einschnitt hat Nienhagen vor. Nur am Rathaus wird ein hellroter Stern aufgehängt und ein Weihnachtsbaum aufgestellt – mehr wird es nicht geben. "Es geht um die Botschaft: Warum wollen wir Energie für etwas verwenden, das wir nicht nötig haben?", meint Bürgermeister Jörg Makel.

Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel.

"Ein kompletter Verzicht kommt nicht in Frage."

Claudia Dettmar-Müller, Bergens Bürgermeisterin

Stadt Bergen geht Mittelweg

Zumeist läuft es auf einen Mittelweg hinaus. Beispiel Bergen: "Die Weihnachtsbeleuchtung im Ort besteht zu 100 Prozent aus LED-Leuchten und wird zum Teil vom Gewerbeverein und zum Teil von der Stadt Bergen betrieben", erläutert Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller. Die Beleuchtung, die in der Verantwortung der Stadt liege, werde in der Menge reduziert. Darüber hinaus würden die Leuchtzeiten verringert. "Ein kompletter Verzicht kommt nicht in Frage", so die Verwaltungschefin.

Eschede verzichtet auf Weihnachtssterne

Ganz dunkel wird es auch in Eschede nicht: "In der Vergangenheit wurden an den Laternen der Hauptstraßen (Celler Straße, Uelzener Straße, Albert-König-Straße, Südstraße) Weihnachtssterne montiert und über die Bahnhofstraße mehrere Leuchtgirlanden aufgehängt. Leider wird dies in diesem Jahr entfallen", teilt Gemeindebürgermeister Heinrich Lange mit. In den zur Gemeinde gehörenden Dörfern würden die Weihnachtsbäume aber wie gewohnt aufgestellt – punktuelle statt flächige Beleuchtung also.

Geschmückte Bäume in Celler Dörfern trotz Energiekrise

Geschmückte Bäume wird es auch in den Außendörfern der Nachbargemeinde Südheide geben. Ansonsten werde reduziert, so Bürgermeisterin Katharina Ebeling. "Es werden die Rathausvorplätze in Hermannsburg und Unterlüß mit Beleuchtung versehen. Am Bürgerhaus in Unterlüß und an der Ecke Am Markt / Bahnhofstraße in Hermannsburg wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt."

Hambührens Bürgermeister Carsten Kranz.

Weihnachtsbeleuchtung wie immer in Hambühren

Hambühren lässt – noch – alles wie gehabt. Wie in den vergangenen Jahren solle auch in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung an den Straßenlaternen angebracht werden und dann leuchten, wenn auch die Straßenbeleuchtung aktiv sei, berichtet Bürgermeister Carsten Kranz. Wahrscheinlich ab kommendem Jahr solle aber auch in der Westkreis-Gemeinde auf LED-Technik umgestellt werden.

"Es soll nicht jede Laterne mit einem leuchtenden Stern ausgestaltet werden, sondern nur jede zweite."

Britta Suderburg, Lachendorfs Bürgermeisterin

Nur jede zweite Laterne leuchtet in Lachendorf und Wienhausen

Noch nicht überall ist final über die Beleuchtung entschieden worden, so etwa in Faßberg. Aus der Gemeinde Lachendorf heißt es: "Es soll nicht jede Laterne mit einem leuchtenden Stern ausgestaltet werden, sondern nur jede zweite", so Verwaltungschefin Britta Suderburg. Auch in Wienhausen wird es wohl auf eine Halbierung hinauslaufen.