CZ-Vergleich

Gaspreis: Wie sieht's bei Celles Nachbarn aus?

Auch in Celles Nachbarkreisen heben die Grundversorger den Gaspreis nun – in unterschiedlicher Form – an. Bei manchen wurde es auch schon vor Oktober teurer.

  • Von Marius Klingemann
  • 26. Sept. 2022 | 11:30 Uhr
  • 26. Sept. 2022
  • Von Marius Klingemann
  • 26. Sept. 2022 | 11:30 Uhr
  • 26. Sept. 2022
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Celle.

11,85 Brutto-Cent pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) wird es für Kunden der SVO, die im Basistarif "Erdgas Klassisch" unterwegs sind, ab November teurer. Bei Gas-Verträgen mit fester Laufzeit und Preisbindung könne, sobald diese ausläuft, die aktuelle Anpassung nach oben auch "deutlich höher ausfallen", teilte der Energieversorger nun zudem mit. Gleichermaßen betroffen sind von dieser Konstellation übrigens nicht nur Verbraucher in der Region Celle, sondern auch im Landkreis Uelzen – hier ist die SVO nämlich ebenfalls der Akteur mit den meisten Kunden und damit Gas-Grundversorger.

Und wie sieht es in anderen Nachbarkreisen – gerade auch angesichts der vom Bund beschlossenen Gasumlage, die zu Oktober greifen soll – aus? Die CZ hat sich bei den dortigen Grundversorgern umgehört, der Umfang der Antworten fiel dabei sehr unterschiedlich aus.

Landkreis Gifhorn: Größter Branchenvertreter ist hier, mit "rund 50.000" Erdgas-Abnehmern, die LSW. Zur aktuellen Entwicklung gibt Sprecherin Birgit Wiechert Auskunft: "Die Grundpreise bleiben unverändert, die Arbeitspreise in der Grundversorgung erhöhen sich in Abhängigkeit von den sehr stark gestiegenen Beschaffungskosten und Umlagen zum 1. Oktober um 6 Cent Brutto je Kilowattstunde" – bei einem Jahresverbrauch von mehr als 14.400 kWh sind das dann 13,88 statt 7,88 Cent.

Der Arbeits- oder auch Verbraucherpreis wird entsprechend des tatsächlichen Verbrauchs bestimmt und nach genutzten kWh abgerechnet, während der Grundpreis die Basiskosten (zum Beispiel Abrechnung, Zählermiete) abdeckt und unabhängig vom Verbrauch ist.

"Aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation informiert die LSW ihre Kunden schriftlich über die Anpassung, um gegebenenfalls hohe Nachzahlungen in der nächsten Jahresabrechnung zu vermeiden", so Wiechert weiter. Die zuvor letzte Erhöhung habe es in Gifhorn zu Februar 2022 gegeben, damals um einen Brutto-Betrag von 2,31 Cent pro kWh.

Im Landkreis Lüneburg ist der "Energieriese" EON am Ruder, für den eine Sprecherin aber zu den lokalen Fragen um Verständnis bittet, "dass wir als bundesweiter Anbieter aktuell nicht für jede einzelne Region individuelle Daten aufbereiten können". Auch in der Hansestadt und drumherum sei dem Unternehmen "als verlässlicher Energiepartner" jedoch eine "faire Preisgestaltung" sehr wichtig. Der Tarifrechner auf der EON-Homepage ergibt für Lüneburg – ab November – dann ein Plus von 3,76 Cent pro kWh.

Für die Stadtwerke Böhmetal, die in Teilen des Heidekreises (etwa Walsrode) als Gas-Grundversorger unterwegs sind, teilt Vertriebsleiter Thomas Heine mit, dass man zu den CZ-Fragen "leider keine Angaben machen" könne. Der Verweis auf die Website fördert dann immerhin die Zahlen zutage, die in der Tabelle zu lesen sind: Hier hat es offenkundig schon vor Oktober eine kräftige Erhöhung gegeben.

Für den Kreis Peine haben die Stadtwerke den Gaspreis ebenfalls "früher" angehoben, hier zu September. Die Gasumlage ist dabei noch nicht berücksichtigt: "Sollten wir diese Kosten noch aufschlagen müssen, werden unsere Kunden rechtzeitig benachrichtigt", heißt es.

Enercity, Grundversorger der Region Hannover, hat nicht innerhalb der erbetenen Frist auf die Anfrage reagiert und taucht daher nicht in der CZ-Grafik aus. Die Zahlen aus der Landeshauptstadt kamen am Freitagabend: Demnach steigt der Gas-Arbeitspreis hier zum 1. Oktober von zuvor 6,90 auf 16,20 Cent pro kWh.