Handball TuS Bergen

Drama am Heisterkamp: Bergen verliert

TV Uelzen ist für Handball-Landesligist TuS Bergen zu stark. In einem Krimi gab es eine 31:32-Niederlage.
  • Von Stefan Mehmke
  • 26. Sept. 2022 | 16:05 Uhr
  • 26. Sept. 2022
Bergens Kjell Rudloff beim Wurf. Er traf zweimal gegen Uelzen.
  • Von Stefan Mehmke
  • 26. Sept. 2022 | 16:05 Uhr
  • 26. Sept. 2022
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Bergen.

Drama, Baby: Das Überraschungs-Team der Handball-Landesliga Ost der Männer war auch für TuS Bergen nicht zu bezwingen. Die Grün-Weißen verloren nach einem echten Krimi in letzter Sekunde mit 31:32 (15:19) gegen den TV Uelzen, der neuer Tabellenführer ist. Vor allem ein völlig verkorkster Start war die Ursache für die hauchdünne Niederlage, die nicht hätte sein müssen.

Katastrophale Schiedsrichterleistung

Bergens Spielertrainer Dominik Blancbois ärgerte sich auch über eine katastrophale Schiedsrichterleistung: „Das hatte das gute Spiel nicht verdient.“ Noch unterirdischer aber war die erste TuS-Halbzeit. In der funktionierte rein gar nichts. Die Heimabwehr stand in der Heisterkamphalle so wackelig wie eine Waldmeistergötterspeise auf dem Löffel liegt. Die Keeper der Gastgeber hatten keine nennenswerten Paraden. Und auch der Angriff spielte viel zu mangelhaft, leistete sich neun einfache Fehler. „Das war einfach zu viel“, befand Blancbois und sah Rückstände von 0:3, 6:10, 8:14 und schließlich 10:17 in der 26. Minute. Dabei hatte sich Bergen zum 90-jährigen Bestehen der Handballsparte viel vorgenommen.

Bergen immer druckvoller

Ein wenig Ergebniskosmetik gab dann Hoffnung für den zweiten Abschnitt. Dann passierten in der Offensive weitere Fehler, aber die Deckung stand besser in einer offensiveren Variante. Dann nahm TuS-Routinier Wilken Rodehorst das Heft des Handelns in die Hand. Plötzlich spielte Bergen immer druckvoller und so den Gegner teilweise komplett blank. Jetzt war Bergen kurz davor, das Spiel zu drehen, die Zuschauer in der Halle hätten die Mannschaft fast zum Sieg getragen. Aber leider haben die Gastgeber das entscheidende Tor nicht gemacht.

Immer Drama am Heisterkamp

Und dann war da noch der Torjäger der „Black Owls“ aus Uelzen: Lukas Specht traf mit seinem achten Treffer der Partie zwei Sekunden vor dem Ende zum Sieg für die Gäste. „Eine super kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit. Einen Punkt hätten wir uns verdient gehabt. Nach dem nervenaufreibenden Spiel stehen wir leider mit leeren Händen da. Am Heisterkamp ist halt immer Drama. Das nächste Mal werden wir so ein Spiel gewinnen“, sagte Blancbois kämpferisch. (mm)

TuS Bergen: Brandl, Steinbeck im Tor; Rudloff (2), Glasewald (2), Brodde (1), Schulz (2), Herbst (2), Blancbois, Witte (3), Rodehorst (1). S. Sieve, Becker, J. Sieve, Böhling (7/2).