Vier Verletzte

Haus an der Fuhrberger Straße in Flammen

Mehr als 100 Einsatzkräfte haben am Mittwochabend in der Celler Heese einen Wohnungsbrand bekämpft  Die Bewohner des Hauses konnten sich in Sicherheit bringen. Vier Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

  • Von Jürgen Poestges
  • 25. Jan. 2023 | 19:06 Uhr
  • 26. Jan. 2023
 Dachstuhl und Obergeschoss eines Wohnhauses im Celler Stadtteil Heese brennen in Vollbrand.
  • Von Jürgen Poestges
  • 25. Jan. 2023 | 19:06 Uhr
  • 26. Jan. 2023
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Heese.

Großeinsatz der Feuerwehr an der Fuhrberger Straße in der Heese: Der Dachstuhl und das Obergeschoss eines Wohnhauses standen am späten Mittwochnachmittag in Flammen. Die Bewohner und ein Hund konnten zum Glück das Gebäude rechtzeitig verlassen. Von den fünf Menschen wurden vier verletzt und ins Krankenhaus gebracht, teilte Feuerwehrsprecher Florian Persuhn mit. Zu den Verletzungen machte er keine Angaben. Der Hund wurde vor Ort von den Bewohnern in einem Wohnmobil sicher untergebracht und im späteren Einsatzverlauf durch die Feuerwehr weiter versorgt.

Wohnhaus in der Celler Heese in Flammen

Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen im Innenangriff gegen den Brand vor. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Abend hin. Im Bereich der Einsatzstelle war die Fuhrberger Straße komplett gesperrt, Autofahrer mussten den Bereich umfahren.

Fuhrberger Straße an Einsatzstelle komplett gesperrt

Nachdem um 16.59 Uhr der Alarm bei der Feuerwehr eingegangen war, machten sich die Einsatzkräfte umgehend auf den Weg in die Heese. 17 Fahrzeuge der Brandbekämpfer waren schließlich vor Ort. Der Kampf gegen die Flammen erfolgte nach Angaben des Sprechers unter anderem über drei Drehleitern.

Die Bewohner sind nicht mehr im Gebäude. 

Für die Feuerwehr gestaltete sich der Einsatz schwierig. In dem L-förmigen Gebäude hatten sich die Flammen weit ausgebreitet. Insbesondere im Dachgeschoss loderten die Flammen immer wieder auf. Im weiteren Einsatzverlauf wurde eine besonders kleine Drehleiter im Hof des Gebäudes positioniert, um hier gezielt die Dachhaut öffnen zu können.

„Ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt“ berichtete Persuhn am Abend. Aus diesem Grund war es den Feuerwehrleuten nicht möglich, in jeden Bereich des Gebäudes vorzudringen. Vor Ort waren auch zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW). Sie begutachten die gefährdeten Bereiche des Hauses.

Teile des Gebäudes eingestürzt

Gegen 20:20 Uhr konnte durch den Einsatzleiter "Feuer aus" an die Einsatzleitstelle gemeldet werden. Im Anschluss konnten die Einsatzkräfte nach und nach die Einsatzstelle verlassen und die Fahrzeuge für weitere Einsätze neu bestücken. Im Einsatz waren mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und des Technischen Hilfswerks. Allein durch die Freiwillige Feuerwehr Celle waren rund 80 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen vor Ort. Neben der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache war die Ortsfeuerwehr Westercelle, die Führungsgruppe Einsatzleitung und die Logistik-Gruppe im Einsatz. Durch das Deutsche Rote Kreuz und den Malteser Hilfsdienst wurde die Versorgung der Einsatzkräfte mit Kalt- und Warmgetränken sowie kleinen Snacks sichergestellt.

Löste Explosion das Feuer aus?

Zur Brandursache machte der Feuerwehrsprecher keine Angaben. Dem Vernehmen nach hatte es vor dem Ausbruch des Feuers eine Explosion gegeben. Die Polizei konnte diese Vermutung jedoch nicht bestätigen. Die Beamten gehen vielmehr davon aus, dass die Knallgeräusche vom Bersten der Fenster kamen. Die Ermittlungen dauern an.

 

Von Oliver Gatz