Kollision

Lkw beschädigt Unterführung am Bahnhof Celle

Da ging es einfach nicht mehr weiter. Ein Lkw-Fahrer hat das Maß seines Fahrzeuges falsch eingeschätzt und ist gegen die Unterführung am Bahnhof geprallt.
  • Von Benjamin Behrens
  • 23. Juni 2022 | 15:25 Uhr
  • 24. Juni 2022
  • Von Benjamin Behrens
  • 23. Juni 2022 | 15:25 Uhr
  • 24. Juni 2022
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Neustadt.

Um 14.15 Uhr wurde die Polizei Celle zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Der Lkw-Fahrer war aus Richtung Neustadt gekommen und fuhr gegen die 3,40 Meter hohe Unterführung am Bahnhof. Der Verkehr stockte und wurde einspurig vorbeigeführt. Nach gut einer Stunde war die Straße wieder frei, es kam zu stockendem Verkehr und leichten Verkehrsbehinderungen.

Straße für Wendemanöver zeitweilig gesperrt

Auf Anweisung der Polizei versuchte der Fahrer sein Gespann zu wenden. Der Anhänger eines Lebensmitteldiscounters, der mit "Bio an Bord" wirbt, war bis auf leichtere Schäden am Dach fahrtüchtig. Für das Wendemanöver hatten die Beamten kurzzeitig den Bereich hinter dem Lastwagen mit ihrem Streifenwagen abgesperrt.

Passant lots Lkw-Fahrer in Seitenstraße

Kuriosum am Rande: Während des Rangierens kam plötzlich ein Passant hinzu und begann den Lkw in die nicht sehr breite Straße Auf dem Kampe zu lotsen, ehe die Beamten eingreifen konnten. Die Aktion ging glatt – der Lkw-Fahrer bugsierte sein Fahrzeug durch die Gassen und konnte sich an der Kreuzung Allerstraße wieder in den Verkehr einfädeln und seine Fahrt fortsetzen.

Lkw kollidiert mit Bahnhofsunterführung in Celle

2019 hatte sich ebenfalls an genau dieser Stelle schon einmal ein Lkw-Fahrer in der Höhe vertan. Damals verklemmte sich sogar der Lastwagen und konnte nicht weiterfahren. Diesmal wurde nur die Front des Lkw-Anhängers leicht beschädigt. Die Spuren des Unfalls sind an der Unterführung noch zu erkennen. "Geschädigter ist in diesem Fall die Bahn", sagt ein Polizeisprecher. Die Schadenshöhe ist unbekannt.

Lastwagen steckte 2019 sogar fest

Der Unfall 2019 sorgte für viel Aufsehen, auch weil sich der Lkw zunächst unter der Unterführung verklemmt hatte und feststeckte. Da der Fahrer kein Deutsch sprach, musste 2019 sogar eine Dolmetscherin hinzugezogen werden. Neben Verständigungsproblemen hatte der Lkw-Fahrer damals auch Navigationsprobleme – er war schlicht und ergreifend seinem GPS-Gerät gefolgt, ohne auf die Fahrzeughöhe zu achten. Bislang ist unklar, ob auch am Donnerstag dies die Unfallursache war. Die Durchfahrtshöhe von maximal 3,40 Metern ist an beiden Seiten der Unterführung deutlich durch Schilder gekennzeichnet.

Während beim gestrigen Vorfall die Polizei und ein Passant mit guten Intentionen dem unglücklichen Fernfahrer beisprangen, musste sich der Brummifahrer 2019 mit einer cleveren Idee befreien – indem er Luft aus den Vorderrädern ließ.