Wegen Energiekrise

Celler Badeland schließt Becken und Saunen

Um Energie einzusparen, bleibt den Betreibern nichts anderes übrig, als Teile des Hallenbads zu schließen. Unter anderem muss ein Besuchermagnet daran glauben.

  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 22. Sept. 2022 | 17:06 Uhr
  • 23. Sept. 2022
  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 22. Sept. 2022 | 17:06 Uhr
  • 23. Sept. 2022
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Celle.

Wer ab Oktober einen Besuch im Celler Badeland plant, muss mit einigen Einschränkungen rechnen. Um das Eintreten einer Gasmangellage zu verhindern, aber auch die explodierenden Energiekosten einzudämmen, haben Stadt, Stadtwerke und Politik Einsparmaßnahmen beschlossen. "Wir tun alles, um den Betrieb so gut wie möglich am Laufen zu halten", sagt Badeland-Betriebsleiter Matthias Gaupp. "Aber ohne Einschränkungen, die auch uns weh tun, wird es nicht gehen."

Beliebtes Solebecken bleibt ab Oktober dicht

Konkret bedeutet das, dass ab dem 1. Oktober im Hallenbad der Außenschwimmkanal, das Solebecken und die Whirlpools geschlossen werden. Außerdem werden sämtliche Massagendüsen, Sprudel, Wasserspiele und Fontänen in allen anderen Becken abgeschaltet. "Das sind die Energiefresser und da lässt sich ordentlich Strom sparen", begründet Gaupp. "Im Zweifelsfall lässt sich der Wegfall aber noch am ehesten verschmerzen." Das Ziel der Maßnahmen: Den Verbrauch von Strom und Gas um die Hälfte reduzieren. "Das ist eine sportliche Aufgabe, aber wir gehen relativ optimistisch in die Wintersaison."

"Während der Pandemie ist der Ausbildungsbetrieb schon genug auf der Strecke geblieben."

Matthias Gaupp, Betriebsleiter Celler Badeland

Oberste Priorität hat für Gaupp, dass weiterhin Schul- und Vereinsschwimmen sowie Schwimmkurse möglich bleiben. "Das wollen wir unbedingt aufrecht erhalten, gerade nach den zwei Jahren Pandemie. Da ist schon so viel Ausbildungsbetrieb auf der Strecke geblieben."

Die Schwimmbecken werden kälter

Die Schwimmbecken, die im Winter weiter genutzt werden können, werden noch einmal um ein bis zwei Grad kühler. Im Schwimmerbecken beträgt die Temperatur im Winter 27 Grad, im Kinderplanschbecken 32 Grad, im Spiel- und Spaßbecken 27 Grad und im Lehrschwimmbecken 30 Grad. Die Tunnelrutsche soll als "einzige Attraktion" geöffnet bleiben.

Auch im Saunabereich gibt es Einschränkungen

Auch im Sauna-Bereich gibt es Einschränkungen ab Oktober. Die Blockhaussauna, die Heißluftsauna II, die Feuchtraumsauna II und das Dampfbad I werden nicht betrieben.
Geöffnet haben derweil Event-Sauna, Erdsauna, Heißluftsauna I, Feuchtraumsauna I, Dampfbad II. "Es sind alle Saunaarten weiterhin präsent", sagt Gaupp. "Lediglich von denen, die doppelt vertreten sind, machen wir eine dicht."

Sollte der Winter aber extrem kalt und lang werden, ist es natürlich möglich, dass wir irgendwann die Maßnahmen verschärfen müssen.

Thomas Edathy, Stadtwerke Celle

Die gute Nachricht ist, dass zunächst das Spiel- und Spaßbecken in Betrieb bleibt. „Im August waren wir davon ausgegangen, bis auf das Schwimmerbecken und das Lehrschwimmbecken, alle anderen Becken schließen zu müssen. Dank der guten Expertise unserer Technik ist es möglich, nun auch das Spiel- und Spaßbecken weiterhin offen zu halten“, sagt Thomas Edathy, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle. Ob das für den ganzen Winter gilt, kann er noch nicht garantieren. "Stand jetzt passt es in den Energiesparplan. Sollte der Winter aber extrem kalt und lang werden, ist es natürlich möglich, dass wir irgendwann die Maßnahmen verschärfen müssen."

Eintrittspreis wird nicht erhöht

Die Eintrittspreise sollen unterdessen stabil bleiben, aktuell gilt noch ein ermäßigter Baustellenpreis. "Wir planen aktuell nicht mit einem Energieaufschlag oder sonstigem", betont Gaupp. "In Kombination mit all den notwendigen Einschränkungen, möchten wir das auch solange es irgendwie geht verhindern."