Verkehr in Celle

Keine Mehrheit für Mobilitätsanalyse

Genauere Daten über die Verkehrsmittel, die Arbeitnehmer in Celle nutzen, möchte die Gruppe Linke/Zukunft Celle. Die Stadt hält davon nichts.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 23. Juni 2022 | 07:00 Uhr
  • 23. Juni 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 23. Juni 2022 | 07:00 Uhr
  • 23. Juni 2022
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Celle.

Eigentlich ist der Ansatz in Zeiten des Klimawandels gar nicht schlecht. Die Linke und Zukunft Celle hatten beantragt, dass die Stadtverwaltung unter ihren Beschäftigten und denen der Tochterunternehmen eine Befragung initiiert, mit welchen Verkehrsmitteln sie zur Arbeit kommen. Aufgrund der ausgewerteten Datenlage könne man so verkehrstechnische Problemfelder bei der Nichtnutzung des ÖPNV oder des Fahrrads identifizieren und entsprechend gegensteuern. Allein das Neue Rathaus hält davon nichts und die Mehrheit im Ausschuss für Umwelt und Verkehr folgte der Empfehlung der Verwaltung, eine solche Moblitätsanalyse abzulehnen.

Neues Rathaus erwartet keine neuen Erkenntnisse

„Wir erwarten von so einer Analyse keine großartig neuen Erkenntnisse“, sagte Fachbereichsleiter Jens Hanssen und bezog sich damit auf die Vorlage der Verwaltung, in der bereits darauf hingewiesen wurde, dass „hierzu keine signifikanten Abweichungen zu ähnlichen Untersuchungen in anderen Städten und Betrieben“ herauskommen dürften. Zudem sei eine solche Untersuchung mit einem relativ hohen Aufwand verbunden, wenn man aussagekräftige Ergebnisse haben wolle.

Stadt will Zahlen zu Radverkehr erheben

Im Ausschuss regte sich Widerspruch. Torsten Schoeps (WG) argumentierte, dass es darauf ankomme, Angebotslücken zu erkennen. Andere Ausschussmitglieder merkten an, dass es gerade für die Nutzung von Fahrrädern keine Zahlen gebe. Und Juliane Schrader (Grüne) bezweifelte, dass Celle so ohne Weiteres mit anderen Städten vergleichbar sei. „Die Stadt sollte die Umfrage nicht so hoch hängen, 20 Fragen, die man online beantworten kann, reichen“, so Schrader. Verkehrsplaner Jörg Frohnert räumte ein, dass man Zahlen zum Radverkehr noch schuldig sei. „Wir werden im Sommer dazu eine Erhebung im Stadtgebiet vornehmen“, kündigte Frohnert an.