Theo-Wilkens-Halle

Bei Sanierung kein Spielraum für Verspätungen

Bis Anfang Juli bleibt Zeit, um die Bauarbeiten an der Theo-Wilkens-Halle und dem Schützenmuseum abzuschließen. Denn dann wollen die Celler Schützen feiern.

  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 10. Nov. 2022 | 17:05 Uhr
  • 10. Nov. 2022
Nach der Grundsteinlegung erfolgte mit dem Richtfest nun der zweite Meilenstein bei den Sanierungsarbeiten der Theo-Wilkens-Hallle sowie dem Neubau des Schützenmuseums. Insgesamt vier Millionen Euro soll das Bauprojekt auf der Allerinsel am Ende kosten.
  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 10. Nov. 2022 | 17:05 Uhr
  • 10. Nov. 2022
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Celle.

Ein grüne Blätterkrone hoch oben auf dem Dach lässt schon von Weitem erahnen, dass es bei den Sanierungsarbeiten an der Theo-Wilkens-Halle am Schützenplatz voran geht. „Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Das Zuhause unserer Schützen nimmt mehr und mehr moderne Gestalt an“, freute sich Oberbürgermeister Jörg Nigge am Mittwoch. "Am 17. Mai haben wir hier alle gemeinsam den Grundstein für die Modernisierung der Theo-Wilkens-Halle nebst Neubau der Schützenausstellung gelegt – nun wird schon Richtfest gefeiert."

Nach der Grundsteinlegung war das Richtfest am Mittwoch nun schon der zweite Meilenstein.

Celler Schützen freuen sich auf neue Wirkungsstätte

Die Theo-Wilkens-Halle auf der Celler Allerinsel wird generalüberholt. Die Bauarbeiten laufen, abgesehen von kleineren Komplikationen wie Materialengpässe, nach Plan, es gibt schließlich ein Datum, zu dem alles fertig sein sollte. „Wir hoffen, dass das alles klappt. Unser kommendes Schützenfest im Juli soll so etwas wie die Eröffnungsfeier werden“, sagte Rainer Legall, Vorsteher der Altstädter Schützen, der CZ. „Wir freuen uns riesig darauf, dort im Juli einzuziehen. Wir haben bereits eine Begehung gemacht und es sieht alles gut aus. Die Räumlichkeiten werden schön und den neuesten Anforderungen entsprechen.“

Neue Waffenkammer und Live-Übertragung aus Schießhalle

Das älteste Gebäudeteil der „heiligen Schützen-Halle“ stammt aus dem Jahr 1903, ergänzt wurde es mehrfach, zuletzt 1997. Bereits seit Anfang 2022 laufen nun die Baumaßnamen. Geplant ist der Anschluss an das Nahwärmenetz des Blockheizkraftwerks der Stadtwerke/Enercity. Außerdem ist eine Lüftungsanlage notwendig. Außerdem entsteht eine zusätzliche Waffenkammer und eine Videoanlage, die es zukünftig ermöglichen soll, das Schießen live auf einem Bildschirm zu verfolgen. Außerdem wird der Lärmschutz gegenüber der neuen Wohnbebauung verbessert. Alte Bauschäden werden dabei beseitigt. Die Kosten dafür belaufen sich nach aktuellem Ausschreibungsstand auf rund drei Millionen Euro.

"Wir freuen uns riesig darauf, dort im Juli einzuziehen. Wir haben bereits eine Begehung gemacht und es sieht alles gut aus."

Rainer Legall, Vorsteher der Altstädter Schützen

Schützenmuseum soll weitläufiger und barrierefrei werden

Direkt angegliedert an die Theo-Wilkens-Halle wird das neue Schützenmuseum. Der Neubau mit Holzfassade soll rund 200 Quadratmeter fassen und anders als sein verwinkelter, enger Vorgänger in der Altstadt, barrierefrei und weitläufiger werden. Geplant ist auch hier ein Anschluss ans Nahwärmenetz sowie ein Raum zur Aufbereitung von Exponaten und einer Mini-Küche. Im neuen Gebäude sollen Veranstaltungen mit maximal 20 Besuchern möglich sein.

Kosten belaufen sich auf insgesamt vier Millionen Euro

Die Kosten für den neuen Ausstellungsraum belaufen sich aktuellen Angaben nach auf rund eine Million Euro. Sowohl Museum, als auch Theo-Wilkens-Halle zählen zu Gemeindebedarfseinrichtungen und werden zu 100 Prozent durch die Städtebauförderung finanziert. Bund, Land und die Stadt Celle beteiligen sich daran zu jeweils einem Drittel.

Übergabe geplant für Anfang Juli 2023

Der planmäßige Übergabetermin der neuen Schützen-Heimat ist der 7. Juli 2023. Viel Spielraum für Verzögerungen bleibt nicht. Denn nur wenige Tage später soll die ganz große Einweihungsparty beim Celler Schützenfest starten.