Straßenbeleuchtung

Stadtwerke Celle rüsten Laternen um

Geld, einsparen, Energie einsparen, CO2 einsparen - die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Celle schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2022 | 08:54 Uhr
  • 04. Okt. 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2022 | 08:54 Uhr
  • 04. Okt. 2022
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Celle.

Der Plan lag schon lange fest, in der gegenwärtigen Energiekrise kommt er der Stadt Celle wie gerufen. Die Stadtwerke Celle werden ab November mit der großflächigen Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik beginnen. Der Einspareffekt ist enorm. "Nach der Umstellung werden wir etwa 2,8 Millionen Kilowattstunden Strom weniger verbrauchen als bisher", stellt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy fest.

Zusage für Fördermittel im August erteilt

Mitte vergangenen Jahres hatten Rat und Verwaltung beschlossen, dass die Stadtwerke zum Beginn des laufenden Jahres die Straßenbeleuchtung übernehmen sollen. Schon damals stand fest, dass mit diesem Schritt kräftig in Zukunftstechnologie investiert werden sollte. Die Stadtwerke reichten für die Umrüstung einen Förderantrag ein und hörten dann erstmal gar nichts mehr. Nach ein paar Wochen kam dann die Antwort vom bisherigen Projektträger Jülich, dass künftig die ZUG (Zukunft, Umwelt, Gesellschaft) zuständig für die Anträge sei.

Stadtwerke Celle werten Angebote aus

"Im August kam dann die Zusage für die Fördermittel. Das bedeutet, dass wir 25 Prozent unserer Investitionskosten mit Fördergeldern abdecken können", erläutert Edathy. Wie hoch genau die Summe sein wird, kann der Stadtwerke-Chef noch nicht genau sagen. Die Ausschreibung für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung ist noch nicht abgeschlossen. "Derzeit werten wir die Angebote aus. Wir rechnen mit maximal 5 Millionen Euro, was einer Förderung von 1,25 Millionen Euro entsprichen würde." Der Zuschlag solle etwa Mitte Oktober erteilt werden.

Insgesamt 12490 Leuchten sorgen für Licht auf Celler Straßen

Der Umrüstung ging eine umfangreiche Bestandsanalyse voraus. Insgesamt umfasst die Straßenbeleuchtung 375 Kilometer Kabel, 1200 Schaltstellen mit 94 Dämmungsschaltern sowie 12490 Leuchten auf 11999 Masten und Tragsystemen. "Kraut und Rüben", sagt Edathy mit Blick auf die unterschiedlichen Leuchtsysteme, die aus über 30 verschiedenen Typen besteht. "Im Zuge der Umrüstung wollen wir das weitestgehend vereinheitlichen", sagt er.

Enormer Einspareffekt

2000 Leuchten seien bereits umgerüstet worden, weitere 9971 sollen ab November folgen. Der Einspareffekt ist enorm. Insgesamt beläuft sich der Verbrauch für die Straßenbeleuchtung auf 4,627 Millionen Kilowattstunden im Jahr. 1,1 Millionen entfallen auf die schon umgerüsteten Laternen. "Den Verbrauch, der für die restlichen Leuchten 3,518 Millionen Kilowattstunden beträgt, werden wir durch die Umrüstung auf 737.000 Kilowattstunden senken. Das sind 2,8 Millionen Kilowattstunden weniger", so Edathy. Wie sich das in Euro und Cent auswirkt, lässt sich bei den derzeitigen Turbulenzen an den Energiemärkten nicht genau beziffern.

1115 Tonnen weniger CO2

Doch die Umrüstung entlastet nicht nur den städtischen Haushalt, sondern ist auch noch gut für die Umwelt. "Wir erzielen durch die LED-Technik eine CO2-Einsparung von 1115 Tonnen im Jahr", sagt Edathy. Außerdem sei die Lichtverschmutzung deutlich geringer und Insekten würden durch die streuungsärmere und UV-Licht-freie Technik weniger von den neuen Leuchten angezogen. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Umrüstung im April 2024 abgeschlossen sein, kündigt Edathy an.