Sorten im Test

"Belana" begeistert Celler Kartoffel-Sommeliers

Schmecken tun sie irgendwie alle. Im Celler Kartoffel-Test räumt "Belana" die meisten Punkte ab.

  • Von Michael Ende
  • 16. Okt. 2022 | 11:05 Uhr
  • 16. Okt. 2022
Lecker sind sie alle. Unter dem Motto „From farm to fork“ – frei übersetzt „vom Acker auf die Gabel“ – hat Berufsschullehrerin Kirstin Hohls von der Abteilung Agrarwirtschaft der Celler Albrecht-Thaer-Schule ihren Schülern gestern das aufgetischt, was die angehenden Landwirte in diesem Sommer angebaut hatten: Kartoffeln in vielen unterschiedlichen Sorten.
  • Von Michael Ende
  • 16. Okt. 2022 | 11:05 Uhr
  • 16. Okt. 2022
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Celle.

"Dann sind wir jetzt hier Kartoffel-Sommeliers, oder wie?" Diese Frage eines Schülers beantwortete Lehrerin Kirstin Hohls von der Abteilung Agrarwirtschaft der Albrecht-Thaer-Schule – BBS III Celle am Freitag mit einem klaren "Genau. Probieren sie bitte, welche Sorte ihnen am besten schmeckt." Was folgte, war eine Blindverkostung der Sorten Belana, Gunda, Laura, Herbstgold, Venezia und Quarta. Am Ende gab es eine klare Siegerin.

Kirstin Hohls ist ein großer Fan der tollen Knollen, die ihre Schüler jetzt probierten und nach mehreren Kriterien bewerteten.

Abschluss des Kartoffelprojekts

Die Idee zum großen Kartoffel-Schmaus hatte Hohls im Nachgang des Kartoffelfestes, mit dem die Schule, das Landvolk und die CZ den Abschluss des Kartoffelprojekts im Zuge der CZ-Aktion "Celle blüht auf" gefeiert hatten. Hohls: "Nun haben wir noch jede Menge Kartoffelsorten übrig. So kam mir dir Idee, mit meinen beiden Fachschulklassen ein kleines Testessen zu veranstalten und mal zu schauen, welche Kartoffel bei den Landwirten das Rennen macht." Im Sinne von „From farm to fork“ – frei übersetzt vom Acker auf die Gabel – würde es sich ja super als Projektabschluss eignen.

Küchenarbeit hinter den Kulissen.

Experten am Tisch

Bei der spontanen Aktion am Tisch saßen die beiden Klassen der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft. "Die Schüler machen hier ihren staatlich anerkannten Betriebswirt, viele haben zu Hause einen Betrieb, und es sind einige Kartoffelinteressierte dabei", so Hohls, die selbst lieber auf dem Acker als am Herd steht. Die beiden Klassen bauten zusammen über 1000 Hektar Kartoffeln an, wovon knapp 500 Hektar Speisekartoffeln sind: "Ich selbst habe vor meinem Schuldienst vier Jahre in der Kartoffelzüchtung gearbeitet, und zu Hause bauen wir auf dem Betrieb meines Bruders Speisekartoffeln an." Da ist also eine starke Affinität zur Kartoffel gegeben. Hohls: "Warum die Kartoffeln also nicht mal gemeinsam probieren, wenn wir durch das Kartoffelprojekt eine so tolle Auswahl direkt vor Ort haben? Ich habe die Schüler gefragt und sie haben Lust dazu."

Am Ende wurde abgestimmt.

Vielfalt, die fasziniert

Da die blauen und roten "Exoten" sich beim Kartoffelfest bei den Besuchern so großer Beliebtheit erfreuten, dass keine mehr übrig waren, begnügten sich die Schüler mit den "normalen" Speisekartoffeln.

Testesser bei der Arbeit.

Es wurde blind verkostet und jeder füllte einen kleinen Beurteilungszettel mit Noten für Geschmack, Konsistenz, Aussehen aus.

Mehrere Kriterien wurden abgefragt.

"Das ist doch alles subjektiv", so ein Schüler. "Genau", antwortete Hohls. Für jeden schmecken Kartoffeln anders – für die meisten anders gut. Beim Test zeigte sich, dass sogar zwei Chargen ein und derselben Sorte verschieden schmecken können. "Das ist halt die Vielfalt, die uns so fasziniert", sagte Hohls.

Kartoffeln. Auf jeden fall immer einen Handvoll Geschmack.

"Belana" liegt vorn

Am Ende lag die festkochende Sorte "Belana" klar in der Gunst der Test-Esser vorn. Jeder Zweite fand sie am leckersten. "Jeder muss selbst für sich herausfinden, welche Kartoffeln er am liebsten mag", meinte Hohls abschließend. Die Auswahl ist zum Glück riesengroß.