Sophie Chassee

Frauen-Power für „Friday Night Trio“

Gitarristin Sophie Chassee ist beim "Friday Night Trio" am 27. August dabei. Sie springt für den verhinderten Kosho ein.

  • Von Jürgen Poestges
  • 16. Aug. 2022 | 13:00 Uhr
  • 16. Aug. 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 16. Aug. 2022 | 13:00 Uhr
  • 16. Aug. 2022
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Celle.

Es wird eine Premiere werden am Samstag, 27. August. Denn erstmals werden die Gitarren-Jungs des „Friday Night Trios“ von einer jungen Dame verstärkt. Sophie Chassee springt für den an diesem Tag verhinderten Kosho von den Söhnen Mannheims ein – und sie ist viel mehr als „nur“ ein Ersatz. Eigentlich war das Konzert für den 18. Juni geplant, musste aber aufgrund der Corona-Erkrankung von Christos Mamalitsidis abgesagt werden.

 

"Gehörige Portion Ehrfurcht"

„Ich freue mich sehr darauf“, sagt die 25-jährige Musikerin aus Mönchengladbach, die seit Kurzem in Essen lebt. „Aber ich habe auch eine gehörige Portion Ehrfurcht.“ Kai Thomsen, ein Teil des Gitarren-Trios und Geschäftsführer der CD-Kaserne, ist über eine Rundmail der Booking-Agentur von Chassee auf die Gitarristin aufmerksam geworden. „Er hat sich dann bei mir gemeldet und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mitzumachen.“

 

"Vorbereitung ist alles"

Lange überlegen musste sie da nicht. „Wir sind jetzt in der Phase der Absprache, wer was wann mit wem zusammen spielt. Vorbereitung ist da alles“, erzählt sie. Allerdings wird sie auch eigene Stücke spielen, immerhin hat sie schon vier Alben veröffentlicht. „Es ist ja das Konzept des Konzertes, dass man Stücke gemeinsam spielt und auch Solo-Sequenzen dabei sind.“

Ihre Stärke ist der Modern Fingerstyle. „Ich mag es, wenn ich auf der Gitarre Percussion-Elemente einbauen kann“, sagt sie. „So lassen sich viele Elemente beim Spielen verbinden: Melodie, Bass-Linie, Percussion, Akkorde und Melodie.“

 

Mit elf Jahren die erste Gitarre

Mit elf Jahren hat sie ihre Liebe zur Gitarre entwickelt. Nach ihrer Ausbildung zur Zupfinstrumentenmacherin begann sie ein Studium zur Musikerziehung mit Hauptfach Pop-E-Bass am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Der Bass, sagt sie, sei eine gute Ergänzung zur Gitarre. „Das ist zwar eine komplett andere Spielweise“, sagt Sophie Chassee. „Aber mein Gitarrenspiel profitiert davon, ich übernehme da schon einige Dinge aus meinem Bass-Spiel.“ Im Übrigen ist sie feste Bassistin bei der Kölner Band „AnnenMayKantereit“. Den Bass wird sie aber in Celle nicht auspacken. „Da geht es ja um die Gitarre.“

 

Nur eine Probe vor dem Konzert

Groß geprobt wird indes mit den anderen Musikern nicht. „Wir werden uns am Morgen des Konzertes zusammensetzen“, sagt sie. Gitarristen verstehen sich also blind. „Im Idealfall ist das so“, sagt sie lachend. Während sie sich in Hannover „eigentlich ganz gut“ auskennt, ist Celle für sie eine neue Erfahrung.

Friday Night Trio mit Henning Rümenapp, Christos Mamalitsidis, Kai Thomsen und den Gästen Jens Eckhoff und Sophie Chassée. Samstag, 27. August, 19.30 Uhr, Open-Air-Bühne im Innenhof der CD-Kaserne. Verschoben vom 18. Juni, Karten behalten Gültigkeit. Karten für 23 Euro gibt es im Ticketcenter der Celleschen Zeitung, Bahnhofstraße 1, und in der CD-Kaserne.