Situation am Brandplatz

"Es wird der schönste Platz in Celle"

Im Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann ist es wieder stiller am Brandplatz in der Celler Altstadt. Die Gastronomen warten auf das Resultat.

  • Von Katharina Jäger
  • 12. Nov. 2022 | 09:05 Uhr
  • 14. Nov. 2022
An der Neuen Straße 14 bietet Lea Richter neben Kuchen jetzt auch Frühstück an.
  • Von Katharina Jäger
  • 12. Nov. 2022 | 09:05 Uhr
  • 14. Nov. 2022
Anzeige
Celle.

„Jetzt kann ich mehr backen, mehr Kuchen selbst machen und auch Frühstück anbieten.“ Lea Richter ist mit ihrem Laden „Leas Röstlaube“ am Brandplatz auf die andere Seite neben die „Kammerlichtspiele“ umgezogen. „Hier ist drinnen mehr Platz“, erklärt die Inhaberin und blickt von der Theke aus über ihre gemütlich eingerichtete „Röstlaube“. Beim alten Standort habe sie nur wenige Tische im Raum gehabt, das sei im Herbst, Winter und Frühjahr schwierig gewesen. Bereits bei Regen sei es eng geworden.

Lea Richter bei der Arbeit. Sie freut sich über neue Gäste.

„Leas Röstlaube“ am Celler Brandplatz ist umgezogen

Doch wie kam es zu dem Umzug? „Die Vermieter kamen vergangenes Jahr im November auf mich zu – sie waren Gäste bei mir – und haben mich gefragt, ob ich den Laden hier übernehmen möchte“, erzählt Richter. Aufgrund der damaligen Corona-Situation habe sie nicht direkt zugesagt, sondern um Bedenkzeit gebeten. Im Februar musste sie sich schließlich entscheiden, da es noch einen weiteren Interessenten gab. Wenn ihr zu diesem Zeitpunkt bereits die späteren Baumaßnahmen am Brandplatz bekannt gewesen wären, weiß sie nicht, ob sie zugesagt hätte.

Stammgäste haben sich trotz Lärm draußen hingesetzt

Trotzdem ist die Gastronomin froh darüber, dass sie mit ihrem Laden umgezogen ist, auch wenn ihre Gäste weiterhin draußen an den Tischen den Lärm der Bauarbeiten ertragen müssen. Das Problem kennt sie von ihrem alten Standort. „Zum Glück habe ich so viele Stammgäste, die sich trotz des Lärms hingesetzt haben und mich unterstützt haben“, betont Richter.

„Man kann es nicht ändern. Man sollte die Energie dann lieber woanders hineinstecken, anstatt sich darüber aufzuregen, wenn es nichts bringt.“

Rebekka Blanke, Inhaberin der „Diele 42“

Inhaberin der „Diele 42“ freut sich über Kooperation mit Bauarbeitern

Über die Kooperation und das Verständnis ihrer Gäste freut sich auch Rebekka Blanke, die Anfang Juli das Lokal „Diele 42“ an der Schuhstraße 42 übernommen hat. „Viele setzen sich jetzt einfach rein.“ Sie und ihr Team verfolgen täglich die Arbeiten, die vor ihrer Tür laufen. Zurzeit werden vor ihrem Lokal neue Pflastersteine verlegt. Die 24-jährige Inhaberin ist dankbar dafür, dass die Bauarbeiter ihr eine Woche vorher Bescheid gegeben haben, damit sie den Außenbereich an die andere Seite verlegen konnten. Die Bauarbeiter seien kooperativ, höflich und nett, so Blanke. „Wir bringen ihnen gern Kaffee.“

Rebekka Blanke: Aufregen bringt nichts

Die Baumaßnahmen nimmt Blanke hin: „Man kann es nicht ändern. Man sollte die Energie dann lieber woanders hineinstecken, anstatt sich darüber aufzuregen, wenn es nichts bringt.“ Genauso wie ihre Gäste wartet sie auf das Resultat der Bauarbeiten. „Ich weiß, dass der Brandplatz schöner gemacht wird.“

Eine gemütliche Atmosphäre. Das Sofa in  „Leas Röstlaube“ lädt zum Verweilen ein.

Es wird der schönste Platz in Celle

Auch das Team des „moments“-Restaurants, das gegenüber von „Leas Röstlaube“ liegt, wartet auf das Endergebnis der Bauarbeiten. „Wir freuen uns auf die neue Fläche, die wird bestimmt toll. Wir wissen, dass es der schönste Platz in Celle wird.“

„Wir freuen uns auf die neue Fläche, die wird bestimmt toll. Wir wissen, dass es der schönste Platz in Celle wird.“

Team des „moments“-Restaurants

Lea Richter musste von Mai bis Juli schließen

Lea Richter sieht das Ganze etwas anders. „Ich fand es vorher besser.“ Aber auch sie ist froh, wenn die Bauarbeiten endlich vorbei sind. Im Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Von Mai bis Juli musste Richter ihre „Röstlaube“ an ihrem alten Standort wegen den Baumaßnahmen sogar schließen. Zum Glück konnte sie mit ihrem Kaffeewagen in der Zeit vor dem Geschäft „lebensart“ stehen. Ansonsten hätte sie gar keine Einnahmen gehabt.

Erste Tage waren schön aber stressig

Die Sorge hat sie nun nicht mehr. Seit vergangenem Wochenende ist sie an der Neuen Straße 14 gut beschäftigt. „Die ersten Tage waren schön, haben viel Spaß gemacht“, meint Richter. Aber sie seien auch ziemlich stressig gewesen, dadurch dass drinnen und draußen viel los war. Ein erweitertes Angebot an Speisen und mehr Platz bedeutet auch mehr Beschäftigung. Die nächsten Tage seien besser gewesen. Sie freut sich über neue Gäste.