Schwerpunktkontrolle

Polizei Celle ist Alkoholsündern auf der Spur

Bitte anhalten: Bei einer Schwerpunktkontrolle hat die Celler Polizei am Dienstag den Fokus auf Drogen- und Alkoholeinfluss hinterm Steuer gelegt. Aber auch auf andere Verstöße hatten die Beamten ein Auge.

  • Von Jana Wollenberg
  • 07. Dez. 2022 | 15:56 Uhr
  • 07. Dez. 2022
 213 Fahrerinnen und Fahrer haben die Polizisten am Dienstag in der Blumlage angehalten und kontrolliert. Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten wurden nicht eingeleitet. 
  • Von Jana Wollenberg
  • 07. Dez. 2022 | 15:56 Uhr
  • 07. Dez. 2022
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Celle.

Eine bestimmte Zielgruppe ist nicht zu erkennen unter den Menschen, die Polizisten am späten Dienstagnachmittag vorübergehend aus dem Verkehr in der Blumlage ziehen und auf die seitlichen Fahrstreifen umleiten: Direkt nach einem jungen Mann im Sportwagen halten dort zwei Senioren in ihrem Kleinwagen an. Nach kurzer Zeit dürfen beide Autos weiterfahren, die Beamten haben keine Verstöße festgestellt. Abgesehen haben sie es bei der Schwerpunktkontrolle vor allem auf Fahrerinnen und Fahrer, die unter Alkohol- und Drogeneinfluss unterwegs sind.

Vier Kontrollstellen hat Polizeihauptkommissar Tornow festgelegt: In der Blumlage in Richtung Altencelle, auf der B214 nach Hambühren und auf der B3 Richtung Groß Hehlen haben er und seine Kollegen am frühen Nachmittag Stellung bezogen. "In den späten Abendstunden wird es noch eine Stelle auf der B3 Richtung Hannover geben", erzählt er. Um 22 Uhr soll der Einsatz beendet sein.

Kontrolle auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt

Ganz bewusst wurden Straßen ausgewählt, auf denen Menschen zum Beispiel nach dem Weihnachtsmarktbesuch aus der Stadt herausfahren. Hier sollen diejenigen herausgefiltert werden, die das Auto nach Glühwein und Punsch eigentlich hätten stehenlassen müssen. Sonst würden Alkohol- und Drogenkontrollen oft nachts oder in den späten Abendstunden stattfinden, erklärt Tornow, gerade während des Weihnachtsmarktes seien alkoholisierte Fahrer schon früher unterwegs.

Allmählich wird es in der Blumlage dunkel. Mit blinkenden Warnleuchten und zwei Leitkegeln hat sich Tornow in der Mitte der Straße positioniert, er winkt die Autos aus dem dichten Verkehr heraus und leitet sie auf den Seitenstreifen. Dort warten seine Kollegen, immer zwei von ihnen befassen sich mit einem Fahrzeug. Bei einigen Fahrern reicht ein kurzes Gespräch und ein Blick ins Wageninnere, bei anderen wird eine allgemeine Kontrolle gleich mit durchgeführt: Wo ist das Warndreieck, ist der Verbandskasten abgelaufen und gibt es Warnwesten im Fahrzeug? Dabei geht es vor allem um Aufklärung, erklärt der Polizist, nicht darum, Bußgelder zu verhängen. Er und seine Kollegen wollen den Menschen die Wichtigkeit dieser Dinge bewusst machen.

Kontrollierte Fahrer verhalten sich vorbildlich

Und auch auf den Verkehr im Umkreis haben die Beamten ein Auge. So muss eine junge Frau, deren Fahrradlicht nicht funktioniert, ihren Weg zu Fuß fortsetzen. Ein Mann verbringt mehr als nur ein paar Minuten an der Kontrollstelle. Der Anfangsverdacht: Er könnte Drogen genommen haben. Der Motoriktest, den er über sich ergehen lässt, sei freiwillig, erklärt eine Polizistin, als der Mann seine Fahrt bereits fortgesetzt hat. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt.

Bundesweit werden in dieser Woche Kontrolle wie diese durchgeführt. Nach acht Stunden haben Tornow und seine Kollegen an diesem Dienstag 213 Fahrerinnen und Fahrer angehalten und überprüft. Bei sechs von ihnen sei Alkohol festgestellt worden, teilt Polizeisprecher Dirk Heitmann mit, in jedem Fall allerdings unter der Grenze von 0,5 Promille – damit handelt es sich nicht um Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten.