Paul-Klee-Schule

Mit Moos, Ton und Holzklötzen

In einer Projektwoche haben sich die Schülerinnen und Schüler der Paul-Klee-Schule in Celle kreativ mit dem Thema Europa auseinandergesetzt.
  • Von Jana Wollenberg
  • 02. Juli 2022 | 14:35 Uhr
  • 02. Juli 2022
  • Von Jana Wollenberg
  • 02. Juli 2022 | 14:35 Uhr
  • 02. Juli 2022
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Celle.

An einer Wand des Forums der Paul-Klee-Schule sind Skulpturen aus silbernem Draht aufgereiht. Das Motiv wiederholt sich immer wieder: mehrere im Kreis angeordnete Sterne, in der Mitte eine Taube. Einige Lehrerinnen sind gerade damit beschäftigt, blaue Pappe hinter die Skulpturen zu legen und so das Bild zu vervollständigen: Sie sind der Europaflagge als Symbol für die europäische Gemeinschaft nachempfunden.

Gefertigt wurden die Sterne von den Schülerinnen und Schülern der Förderschule im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Europa. "Jede Projektgruppe hat einen Europastern gestaltet", erklärt Schulleiter Patrick Hahne. An diesem Vormittag hat sich das Forum in einen Ausstellungsraum verwandelt, in dem sie gemeinsam mit ihren Lehrern und Gästen von Kultur:Trif(f)t ihre Beiträge zum Thema präsentieren und bestaunen können.

Landesküchen ausprobieren

Ihre Projekte konnten die Schüler frei wählen. Die einzige Voraussetzung: Sie sollten sich mit Ländern und deren Kultur auseinandersetzen, die in der Europäischen Union vertreten sind. Die zwölfjährige Leonie und ihre Gruppe entschieden sich dazu, verschiedene Landesküchen selbst auszuprobieren. "Aus Italien haben wir Pizza gemacht und aus Spanien gibt es Tortillas", erklärt sie. "Und aus Finnland Kekse, die aus Haferflocken gemacht werden." Wie das Essen aus den verschiedenen Ländern schmeckt, können ihre Mitschüler nun selbst probieren.

"Die Klassen kochen total gern", sagt Lehrerin Marlies Krüger. Das wird auch bei anderen Projekten deutlich: Am Tisch direkt gegenüber gibt es schwedische Zimtschnecken zu probieren und die Gruppe, die sich mit Irland beschäftigt hat, dokumentiert auf einem Plakat, wie sie Butter selbst gemacht hat.

Aus Irland kam ebenso die Inspiration, Feengärten aus Moos, Stöcken und zerbrochenen Tontöpfen zu gestalten. Generell kommen in den Kunstprojekten zahlreiche verschiedene Materialien zum Einsatz. Viele der Kinder und Jugendlichen hatten sich dafür entschieden, Wahrzeichen verschiedener Länder nachzubauen. So gibt es bei der Ausstellung ein Brandenburger Tor aus Holz ebenso zu bestaunen wie einen Eiffelturm und das rumänische Schloss Bran aus Ton.

Künstler unterstützt Schülerinnen und Schüler

Bereits in der Vergangenheit hatten die Schüler die Gelegenheit, mit Kunstschaffenden von Kultur:Trif(f)t zu arbeiten. So konnten sie im Rahmen der Kooperation "Schule:Kultur" zum Beispiel gemeinsam mit drei jungen Künstlerinnen ein Graffiti gestalten, das nun ebenfalls einen Raum in der Ausstellung fand.

Für die Europasterne hat der Künstler Rolf Czybulka die Schüler unterstützt, der die Ausstellung an diesem Vormittag gemeinsam mit der Kultur:Trif(f)t-Vorsitzenden Sabine Schöllchen besucht. Die Idee, mit den Skulpturen die Europaflagge darzustellen, kam dabei von Konrektorin Melanie Hacker.

"Ich habe eine Zeichnung angefertigt und das erste Modell gebaut", erklärt Czybulka. Beides diente später als Vorlage für die Schüler, um ihre eigenen Europasterne anzufertigen. Damit jeder, unabhängig von den motorischen Fähigkeiten, mitmachen kann, kam eine Holzschablone zum Einsatz.