Nicht in Klein Hehlen

Waldkindergarten in den „Boyer Alpen“

Darauf legt man in Boye Wert: Der neue "Klein Hehlener" Waldkindergartenliegt auf Boyer Gebiet. Den Kindern wird's egal sein.
  • Von Michael Ende
  • 25. Jan. 2023 | 13:00 Uhr
  • 25. Jan. 2023
Klein Hehlens Kinder sollen im Kiefernforst zwischen Heidloh und Hasselstraße einen neuen Waldkindergarten bekommen.
  • Von Michael Ende
  • 25. Jan. 2023 | 13:00 Uhr
  • 25. Jan. 2023
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Celle.

Dass Klein Hehlens Kinder im Kiefernforst zwischen Heidloh und Hasselstraße einen neuen Waldkindergarten bekommen sollen, findet Boyes Ortsbürgermeister Heiko Gevers (CDU) richtig prima. Weniger gut findet er, dass Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) dieses Areal als zu Klein Hehlen zugehörig bezeichnet hat. Hiermit habe der OB eine Grenze überschritten, so Gevers.

Stirnrunzeln in Boye

„Vor der Eingemeindung hätte es zur heftigen Prügelei geführt, wenn Klein Hehlener behauptet hätte, die „Boyer Alpen“ seien ihr Territorium. Dabei zeigt der Boyer Ortsteilplan deutlich den Grenzverlauf“, so Gevers: „Das für den Kindergarten in Rede stehende Areal ist eine bewaldete Dünenlandschaft auf Boyer Gebiet.“ Das habe auch schon der Verein „Nah-tur-reich“, der den Kindergarten betreiben wolle, erkannt und möchte jetzt Kontakt zu dem zuständigen Ortsrat aufnehmen. Gevers: „Natürlich finden wir die Idee gut. Noch besser wäre es gewesen, wenn die Verwaltung den Grenzverlauf geprüft und den Ortsrat Boye über ihre Pläne informiert hätte. Schließlich kennt der Oberbürgermeister die Boyer Alpen als Rodelgebiet seiner Kindheit.“

Verwaltung nimmt's gelassen

Zur „Grenzverletzung“ möchte sich die Verwaltung auf CZ-Nachfrage nicht äußern. „Herr Gevers wurde seitens der Verwaltung telefonisch unterrichtet. In der kommenden Sitzung des Boyer Ortsrates am 6. Februar wird die Verwaltung das Vorhaben vorstellen“, so Stadt-Sprecherin Myriam Meißner. Die Verwaltung beschreite damit „den üblichen und rechtlich richtigen Weg“: „Das sollte Herrn Gevers aus seiner langjährigen Ratsarbeit und Zusammenarbeit mit der Verwaltung bekannt sein. Woher seine diesbezüglichen Befindlichkeiten rühren, vermögen wir nicht zu beurteilen. Als Celler freuen wir uns einfach, dass wir auf diese Weise weitere Kita-Plätze für alle Celler Kinder gewinnen können.“