Mutz & Blackeyed Banditz

Wenn „Stardust“ über Celle fällt

Vor ausverkauftem Haus: Mutz & the Blackeyed Banditz rocken die Open-Air-Bühne der CD-Kaserne
  • Von Jürgen Poestges
  • 01. Aug. 2022 | 18:00 Uhr
  • 01. Aug. 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 01. Aug. 2022 | 18:00 Uhr
  • 01. Aug. 2022
Anzeige
Celle.

Wenn Moritz „Mutz“ Hempel mit seinen „Blackeyed Banditz“ auf der Bühne steht, dann darf man einen Gang quer durch viele Stilrichtungen erwarten. Mal lassen die Jungs es richtig krachen – so wie beim Konzert am Samstag auf der Open-Air-Bühne im restlos gefüllten Innenhof der CD-Kaserne. Da startete die Band mit „Hammer of the Gods“, dem Opener auch des neuen Albums, das am 19. August erscheint. Und es folgte „Cougar an the Leash“ – da gab es gleich was auf die Ohren. Aber das in der gewohnten Qualität, die das Markenzeichen der Band ist.

"Macht großen Spaß mit den Jungs“

Daran haben auch die Umbesetzungen nichts geändert. Bassist Sören Schmidt, der das aktuelle Album „Stardust“ noch komplett mit eingespielt hat, wurde von Florian Hempel, dem großen Bruder von Mutz, abgelöst. Und am Schlagzeug wurde Felix Hoffmeyer durch Lucas Katzmann ersetzt. Die Show in der CD-Kaserne war die vierte für ihn mit den „Banditz“. „Ich habe schon ordentlich proben können, das war kein Problem“, sagt Katzmann. „Und es macht großen Spaß mit den Jungs.“

Spielfreude schwappt ins Publikum

Das war dann auch durchaus zu spüren. Egal, ob Tobias Burmeister an den Keyboards oder Lead-Gitarrist Tony Mulkes, die Spielfreude schwappte sehr schnell ins Publikum über. Wobei „Chef“ Mutz sich für seine Verhältnisse recht wortkarg gab. Bis auf die Erläuterungen zu dem ein oder anderen Song ließ er die Musik sprechen.

Neues Album "Stardust" im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt standen die Stücke des neuen Albums „Stardust“, mit denen Mutz einmal mehr beweist, was für ein hervorragender Songschreiber er ist. „Dust & Bone“, „Blessed by the Devil“, „Last Grain of Sand“ oder als Zugabe des Titlestück „Stardust“ – das sind Songs, die ins Ohr und in die Beine gehen. „Through the Night“ ist eine wunderschöne Ballade, „Hung & Over“ nur mit Akustik-Gitarre und Klavier – die Fans kamen auf ihre Kosten.

Was den Frontmann vor allen Dingen ausmacht, ist seine Unaufgeregtheit und die Flexibilität seiner Stimme. Ob er lautstark gegen die Band ansingt oder die Balladen intensiv in sein Mikrofon singt – es passt immer.

Rundum gelungener Konzertabend

Die Musiker stehen da in Nichts nach. Mulkes kann seine Gitarre sanft träumen lassen oder harte Riffs herausjagen. Florian Hempels Bass ist unaufgeregt aber intensiv. Burmeister versteht es an den Tasten, die Stimmungen der Songs aufzunehmen. Und Katzmann hinter den Drums zeigt Einsatz, als ob er schon ewig dabei ist. Es war einmal mehr ein rundum gelungener Konzertabend – und wohl die einzige Show in Celle in diesem Jahr.