Hilfe für den Winter

Mit Winterfütterung Wildvögeln helfen

Wie Celler Wildvögel im Winter unterstützen können, verrät Helga Schuller vom NABU Celle.

  • Von Stefanie Franke
  • 20. Jan. 2023 | 09:57 Uhr
  • 20. Jan. 2023
Neben kleineren Wildvögeln lockt die Winterfütterung auch Gäste wie den Eichelhäher an.
  • Von Stefanie Franke
  • 20. Jan. 2023 | 09:57 Uhr
  • 20. Jan. 2023
Anzeige
Celle.

Klirrende Winterkälte, frostige Tage, gefrorene Böden: Der Winter zeigt sich in den letzten Tagen im Celler Land von seiner besten Seite. Was je nach Neigung zum Winterspaziergang oder dem gemütlichen Abend vor dem Kamin verleitet, stellt die heimische Vogelwelt vor ein Problem. Viele Arten verbringen den Winter in deutschen Gefilden - nicht immer finden sie im forstharten Boden genügend Nahrung. Wer Wildvögel unterstützen und mehr über die verschiedenen Arten lernen will, kann dies durch die Winterfütterung erreichen.

Sonnenblumenkerne und Samen

„Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne“, sagt Helga Schuller, Vorstandsmitglied im NABU Stadt Celle. Fertige Futtermischungen für Freilandvögel enthielten außerdem Samen verschiedener Größe, die von weiteren Arten bevorzugt würden. „Grundsätzlich gibt es reine Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern. Sie sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und fressen am liebsten Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien“, so Schuller.

„Sehr beliebt sind auch die kleinen roten Zieräpfel, sobald der erste Frost sie weich gemacht hat."

Helga Schuller, NABU Celle

Neben den Körnerfressern überwintern in den hiesigen Gefilden auch sogenannte Weichfutterfresser. Zu ihnen zählen beispielsweise das Rotkehlchen, der Zaunkönig, Amsel und Star. "Sie bevorzugen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien und kleine Hafer- oder Maisflocken", weiß Schuller.

Äpfel als Snacks

Häufige Gäste an heimischen Futterstellen im Garten sind Meisen, Spechte und Kleiber. Bei diesen Arten handelt es sich um flexible Allesfresser, die im Winter von weichem Futter auf Körner umstellen. „Sehr beliebt sind auch die kleinen roten Zieräpfel, sobald der erste Frost sie weich gemacht hat", so die Cellerin. Selbiges gälte auch für normale Äpfel: "Einfach mal welche am Baum hängen oder auch unter dem Baum liegen lassen. Die Vögel machen sich mit Begeisterung darüber her."

"Dort finden sich noch Samenstände, über die sich Distelfinken freuen würden."

Helga Schuller

Stauden als Nahrungsquelle

Ein einfacher Trick, um für genügend Nahrung für Vögel und andere Wildtiere zu sorgen, ist es, abgeblühte Stauden über den Winter stehen zu lassen und erst im Frühjahr zurückzuschneiden. "Dort finden sich noch Samenstände, über die sich Distelfinken freuen würden,“ erläutert Helga Schuller. Außerdem freuen sich die Vögel auch im Winter über eine offene Wasserstelle, besonders bei Minusgraden.

Schuller weißt darauf hin, Futterstellen besonders sauber zu halten, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. "Besser ist es, Futtersäulen zu verwenden oder kleine Futterspender und Meisenknödel aufzuhängen."