Förderung für Celle

Lichtkunst in der Altstadt wird ausgeweitet

Die Verschönerung von Verteilerkästen und Lichtkunst im Französischen Garten: Für diese beiden Projekte hat die Stadt einen Förderbescheid erhalten.
  • Von Jana Wollenberg
  • 18. Sept. 2022 | 15:05 Uhr
  • 18. Sept. 2022
Für die Umsetzung von Lichtkunst auf der Lindenallee im Französischen Garten hat die Stadt jetzt einen Förderbescheid erhalten.
  • Von Jana Wollenberg
  • 18. Sept. 2022 | 15:05 Uhr
  • 18. Sept. 2022
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Celle.

Die Verschönerung von Stromverteilerkästen und die Illumination der Lindenallee im Französischen Garten: Diese beiden Projekte will die Stadt mit Hilfe einer Förderung über rund 150.000 Euro verwirklichen. Das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Landesentwicklung hat nun die Bescheide dafür erteilt. Die geförderten Vorhaben sind zwei von zahlreichen Projekten, die aus dem EU-Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ bereits mit 1,8 Millionen Euro bedacht wurden. „Die Mittel konnten vom Land über das EU-Aufbauhilfeprogramm "REACT EU" zusätzlich mobilisiert werden“, erklärt der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt.

Lichtinstallationen sollen stromsparend umgesetzt werden

Knapp 60.000 Euro stehen der Stadt zusätzlich zur Verfügung, um die Lindenallee im nördlichen Bereich des Französischen Gartens zu beleuchten. Werden hier trotz kletternder Energiepriese und dem dringenden bundesweiten Appell an Gemeinden und private Haushalte, Energie zu sparen, bald bunte Lichter leuchten?

"Der Antrag wurde bereits vor der Energiekrise gestellt", erklärt dazu Stadtsprecherin Myriam Meißner. Die Installationen werde man energiesparend mit LED-Lichtern ausstatten. Auch der Denkmal- und Naturschutz sei bei der Konzeption berücksichtigt worden. Von dem Konzept der Illuminationen will die Stadt trotz Energiekrise und Sparverordnung nicht abweichen. "Wir setzen in Celle auf Lichtkunst und werden das Projekt auch weiterverfolgen."

Projekt wird bis Ende März umgesetzt

Das Projekt "LichtArt" wird mit diesem Vorhaben weiter ausgeweitet: In dessen Rahmen werden bereits die Fassaden markanter Gebäude, wie zum Beispiel das Celler Schloss, mit buntem Licht angeleuchtet. Seit Anfang des Monats ist damit aber vorerst Schluss – seitdem greift die bundesweite Energiespar-Verordnung, laut der unter anderem Beleuchtung "aus ästhetischen Gründen" für öffentliche Gebäude abgeschaltet werden soll.

Diese Energiesparverordnung gilt für sechs Monate, also bis Februar. Bis dahin dürfte für Celler von der Illumination im Französischen Garten nicht viel zu sehen sein. Bis Ende März des kommenden Jahres werde das Projekt umgesetzt, kündigt Meißner an.

Weitere knapp 92.000 Euro wurden für die Verschönerung der Stromverteilerkästen im Innenstadtbereich mit sogenannten "Silly Coats" zugesagt. "Sie kommen im Innenstadtbereich und der Bahnhofsachse buchstäblich zum Tragen" teilt die Stadtsprecherin mit. Bei den "Silly Coats" handelt es sich um schützende Hüllen, die über die Kästen montiert werden. Optisch gestalten lassen sie sich zum Beispiel mit Kunst, Werbung, Leitsystemen oder Hinweisen für Bürger und Gäste. Auch dieses Projekt soll bis Ende März abgeschlossen sein.

"Großer Wurf für die Innenstadt muss noch kommen"

„Ich freue mich, dass unsere Stadt Celle hier profitiert – ich glaube, dass sich viele Menschen über mehr Kunst und Kultur in der Innenstadt freuen werden", sagt der Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. "Aber der große Wurf für die Innenstadt muss noch kommen." Vor Kurzem hatte die Stadt für beantragte Fördermittel aus dem EU-Förderprogramm "Resiliente Innenstädte" eine Absage erhalten.

„Hier wäre es sicher hilfreich, wenn die Verwaltung noch stärker auf Kooperation setzt und sich auch die guten Beispiele anderer Städte in den bereits beschiedenen Förderrunden noch einmal anschaut. Ich bin mir sicher, dass auch die heimischen Abgeordneten gute Initiativen aus Celle in Hannover nachdrücklich unterstützen werden", so Schmidt.