Eine Glosse

Klimafreundliche Ernährung gar nicht so einfach

Freilandtomaten aus Spanien oder regionale Gewächshaus-Tomaten? Sich klimagerecht und einigermaßen preiswert zu ernähren, ist gar nicht mal so einfach.

  • Von Katharina Jäger
  • 08. Dez. 2022 | 08:00 Uhr
  • 08. Dez. 2022
Gar nicht so einfach, sich klimaneutral zu ernähren.
  • Von Katharina Jäger
  • 08. Dez. 2022 | 08:00 Uhr
  • 08. Dez. 2022
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Celle.

Käse, Fleisch, Butter, Eier – auf all diese Produkte sollte man verzichten, wenn man sich klimafreundlich ernähren will. Das habe ich von einer Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale in Niedersachsen gelernt. Doch was bleibt noch übrig? Vielleicht kennen Sie das Problem.

Klimafreundliche Lebensmittel sind oft nicht günstig

Obst und Gemüse ist eine Möglichkeit – aber auch hier gibt es einiges zu beachten, was mir vorher gar nicht so bewusst war. Einfach in einen Supermarkt gehen und kaufen, worauf man Lust hat, ist heutzutage nicht mehr möglich. Entweder man schaut nach einem günstigen Preis, um beim Einkaufen zu sparen, dann ist die Ernährung aber meist nicht unbedingt klimagerecht. Oder man legt den Fokus auf Klimafreundlichkeit und kauft regionale und saisonale Bioprodukte, was aber ins Geld gehen kann. Eine echte Zwickmühle. Vor allem bedeutet regional auch nicht immer klimafreundlich: So sollte man beispielsweise, bevor deutsche Tomaten aus Gewächshäusern gekauft werden, lieber zu Freilandtomaten aus Spanien greifen. Sie hätten aufgrund des Energieaufwands in Gewächshäusern trotz des Transports eine bessere Klimabilanz.

Nicht immer gesund

Doch auch eine klimafreundliche Ernährung hat ihre Tücken. Wenn zum Beispiel auf Fleisch verzichtet wird und man stattdessen ein Lebensmittel mit vielen Ersatzstoffen kauft, ist das vielleicht ökologisch besser, aber dafür nicht ganz gesund. Irgendetwas muss man dann einfach hinnehmen.