Celler Grundschulen

Digitalisierung: Nach Meilenstein geht es weiter

Die Digitalisierung der Celler Grundschulen wird weiter vorangetrieben. Als nächstes steht die Ausschreibung für die Lernplattform auf dem Programm.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2022 | 16:21 Uhr
  • 04. Okt. 2022
Nach welchem Finanzierungsmodell die Endgeräte für die Schüler ausgegeben werden, steht noch nicht fest.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2022 | 16:21 Uhr
  • 04. Okt. 2022
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Celle.

Mit dem Ausbau des flächendeckenden WLAN an allen 14 Grundschulen hat die Stadt Celle einen ersten Meilenstein bei der Digitalisierung der Schullandschaft gesetzt. Doch damit soll noch lange nicht Schluss sein. „Wir haben das erste Ziel erreicht. Jetzt haben wir die Basis geschaffen, um mit der Digitalisierung richtig loszulegen“, sagte Holger Lehmann, Fachdienstleiter Schulen, in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses.

Digitale Tafeln für alle Celler Grundschulen

Mitte September war an der Pilotschule Blumlage/Altstadt der Startschuss ins digitale Zeitalter an den Celler Grundschulen erfolgt. Dort sind in acht Klassenräumen digitale Boards im Einsatz, die restlichen zehn sollen bald folgen. Doch natürlich sollen alle Klassenräume in allen Grundschulen ausgerüstet werden. Das hatte Nigge bereits vor zwei Wochen angekündigt. Im Schulausschuss ging Lehmann ins Detail. „Wir starten jetzt eine Ausschreibung für alle Schulen und jeden Raum. Zunächst konzentrieren wir uns dabei auf die dritten und vierten Klassen und die Fachräume“, so Lehmann, der von einer großen Herausforderung hinsichtlich der technischen Anforderungen sprach. Die Wandbeschaffenheit sei bereits geprüft worden.

Schulen wünschen sich mehr Endgeräte

Der Fachdienstleiter Schulen berichtete zudem, dass sich alle Schulen mehr Endgeräte für Lehrer wünschen. „Das ist für uns in diesem Jahr kein Thema mehr. Wir haben andere Schwerpunkte.“ So wurde ein neuer Lizenzvertrag mit Microsoft für Schüler- und Lehrerendgeräte abgeschlossen. Außerdem wolle die Stadt dem Wunsch der Grundschulen entsprechen, überall Iserv als Lernplattform zur Verfügung zu stellen. „Das müssen wir vergaberechtlich in die richtigen Bahnen lenken", erklärte Lehmann. Der Servicevertrag mit der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) sei verlängert worden.

Wer trägt die Folgekosten?

FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Falkenhagen sorgte sich um die Folgekosten, die etwa durch die Wartung der Geräte und Systeme entstehen und fragte, ob diese bei der Stadt hängenbleiben würden. Schuldezernentin Susanne McDowell: „Das Land sagt, die Kosten für die Anschaffung und den Support trägt der Schulträger. Auch beim Niedersächsischen Städtetag ist man an dem Thema dran.“

Geld aus Digitalpakt wird nicht reichen

Klar ist hingegen, dass die eine Million Euro aus dem Digitalpakt der Bundesregierung nicht ausreichen werden, um alle Kosten der Stadt zu decken. So werden wohl auch die Eltern zur Kasse gebeten werden für die Endgeräte, die ihre Kinder nutzen sollen. „Eine Möglichkeit wäre, dass die Stadt die Geräte kauft und die Eltern diese gegen einen Obolus ausleihen.“