Celler Grundschule

Bei Kälte und Nässe vor Schule ausharren?

"Muss das sein bei der derzeitigen Krankheitswelle?", fragen sich Eltern der Altenceller Grundschule. Sie beklagen, dass ihre Kinder auch bei Nässe und Kälte vor verschlossenen Türen stehen müssen. Die Schulleitung stellt das anders dar.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 09. Dez. 2022 | 13:42 Uhr
  • 09. Dez. 2022
An der Grundschule Altencelle beklagen sich Eltern über den Umgang mit Schülern bei Nässe und Kälte.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 09. Dez. 2022 | 13:42 Uhr
  • 09. Dez. 2022
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Celle.

Wenn das Wetter ungemütlich ist und man zu einem Termin unterwegs ist, würde man sich wahrscheinlich sehr wundern, wenn man dort vor der Tür stehen gelassen würde, nur weil man eine Viertelstunde zu früh dran ist. So ähnlich soll es Schülerinnen und Schülern der Grundschule Altencelle gehen, zumindest nach den Schilderungen von Eltern. Ihre Kinder sollen erst das Schulgebäude betreten dürfen, wenn sie von einer Lehrkraft hineingelassen werden, auch wenn es regnet oder sehr kalt ist. Die Schulleitung widerspricht.

Regen noch nicht stark genug

Ein Elternteil bezieht sich auf einen Vorfall, der sich jüngst vor der Schule abgespielt haben soll. „Es hat geregnet und war kalt, aber die Schultür war verschlossen. Die Eltern haben dann geklingelt. Als eine Lehrerin zur Tür gekommen ist, hat sie gesagt, es würde nicht stark genug regnen und die Kinder mussten weiter draußen stehen“, berichtet das Elternteil, das vor allem verwundert ist, weil erst vor etwa drei Wochen in einer Elternkonferenz mit der Schule eine Übereinkunft erzielt wurde, dass man die Kinder bei schlechtem Wetter früher in das Schulgebäude lassen werde. „Überall werden die Kinder krank und hier müssen sie in der Kälte stehen. Die Lehrer sitzen im Warmen und Trockenen und die Schüler müssen draußen frieren“, so die Beschwerde.

"Eine grundsätzliche Unzufriedenheit der Eltern mit dieser Regelung ist hier nicht bekannt.“

Sandra Beckermann, Leiterin Grundschule Altencelle

Celler Schulleiterin widerspricht Darstellung

Schulleiterin Sandra Beckermann möchte das so nicht stehen lassen. „Üblicherweise werden die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule zwischen 7.50 Uhr und 7.58 Uhr in das Schulgebäude gelassen. Dann beginnt auch die Aufsicht im Gebäude. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen (Niederschlag, sehr niedrige Temperaturen) ist vereinbart, dass die Lehrkräfte die Kinder auch früher in das Gebäude lassen. Dass diese Vereinbarung nicht eingehalten werden soll, ist mir nicht bekannt“, sagt Beckermann.

Nur eine Beschwerde

Es habe nur eine einzelne Elternbeschwerde gegeben. „An dem fraglichen Tag aber waren etwa fünf Grad, es war bedeckt, aber trocken und es ging um einen Zeitraum von einigen wenigen Minuten, bis die Türen zum Gebäude ohnehin geöffnet worden wären. Eine grundsätzliche Unzufriedenheit der Eltern mit dieser Regelung ist hier nicht bekannt“, behauptet Beckermann.