Baufortschritt

Noch mehr Ostumgehungs-Brücken für Celle

2026 soll alles fertig sein: Auch in diesem Jahr schreiten die Arbeiten für den Mittelteil der Celler B3-Ostumgehung planmäßig voran. Im Mittelpunkt stehen Brückenbauwerke.

  • Von Michael Ende
  • 20. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 20. Jan. 2023
Nahe Baker Hughes entsteht zur Zeit eine Brücke, auf der die Ostumgehung künftig die K74 überqueren soll.
  • Von Michael Ende
  • 20. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 20. Jan. 2023
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Celle.

Auch in diesem Jahr wird Celles größtes Infrastruktur-Projekt vorangetrieben. „Die Bauarbeiten am Mittelteil der Celler B3-Ostumgehung laufen planmäßig, 2026 steht als Zielmarke für die Verkehrsfreigabe“, sagt Wirtschaftsministeriums-Sprecher Eike Frenzel. Bevor es an den Bau der eigentlichen, rund 5,5 Kilometer langen Fahrbahn der neuen Ortsumgehung zwischen der B214 in Altencelle und der B191 bei Altenhagen gehe, müssten zunächst weitere Brücken errichtet werden.

Brücken für Menschen und Fledermäuse

Auch in diesem Jahr geht es bei den Arbeiten am 2019 begonnenen Mittelteil vorrangig um Bau und Fertigstellung der zahlreichen Brücken im Zuge des neuen Trassenverlaufs, etwa eine Fledermausbrücke über den Apfelweg, die Brücke über die Kreisstraße 74 zwischen Celle und Altencelle oder die Brücke „CE16“ über die neue B3 südlich von Lachtehausen, so Frenzel: „Sichtbarer werden sollte der Baufortschritt in diesem Zusammenhang auch zwischen Altenhagen und Lachtehausen: Hier wird zum einen der Berkefeldweg verlegt und künftig ein Stück entlang der geplanten B3 verlaufen.“ Zum anderen würden die Dämme an den Brücken über den neuen Berkefeldweg und der nahegelegenen Fledermausbrücke angelegt.

Brückenfundamente werden gegossen.

Allerbrücke wird nächstes Jahr gebaut

Näher rücke damit auch der Bau der neuen Allerquerung „CE15“, sagt Frenzel: „Im laufenden Jahr sollen die Vergabe und die Planungsleistungen für die über 400 Meter lange Brücke erfolgen.“ Der Planungslauf für die statische Freigabe ist bei diesem anspruchsvollen Vorhaben vergleichsweise aufwendig und zeitintensiv.“ Sobald die Freigabe für die Ausführungsplanung erteilt worden sei, könnten erste Schritte für den Bau an den beiden Allerseiten beginnen, beispielsweise die Herstellung der Baugruben für den Brückenunterbau: „Da die Fundamente unterhalb des Grundwasser- und Wasserspiegels der Aller liegen werden, müssen die Baugruben zunächst mit Spundwänden gegen Wasser gesichert werden. Erfahrungsgemäß können solche Arbeiten auf Grund der Witterungsbedingungen nicht während der Wintermonate erfolgen, so dass wir mit einem Baubeginn im Frühjahr 2024 rechnen.“

Ausgleichsmaßnahmen laufen

Die umfangreichen landschaftspflegerischen Maßnahmen rund um den neuen Trassenverlauf sollten in diesem Jahr unvermindert fortgesetzt werden, sagt der Sprecher: „Dazu werden weiterhin gefährdete Pflanzenarten besonders gegen etwaige Auswirkungen durch Baumaßnahmen geschützt oder Waldstücke und Gehölze neu angepflanzt.“

Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) will sich nicht vom Bau-Kurs abbringen lassen: „Am Beispiel Celle zeigt sich, wie wichtig gute und verlässliche Infrastruktur in einem Flächenland wie Niedersachsen auch für die Lebensqualität der Menschen vor Ort ist."

"Nach Jahrzehnten juristischer Auseinandersetzungen ist dieses für die gesamte Region wichtige Projekt endlich im vollen Gange."

Verkehrsminister Olaf Lies (SPD)

Minister zieht Projekt durch

2013 hatten die frisch in die Regierungsverantwortung gekommenen Landtags-Grünen gesagt, dass mit ihnen bei großen Straßenbauvorhaben "kein Spatenstich" zu machen sei und dass sie gegen den Bau der Celler Ostumgehung seien. Nun sind die Grünen wieder in der Regierung. Könnte das etwa bedeuten, dass der Zeitplan für den Bau der Celler Umgehung oder gar das gesamte Projekt in Frage gestellt wird? Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) will sich nicht vom Bau-Kurs abbringen lassen: „Am Beispiel Celle zeigt sich, wie wichtig gute und verlässliche Infrastruktur in einem Flächenland wie Niedersachsen auch für die Lebensqualität der Menschen vor Ort ist. Nach Jahrzehnten juristischer Auseinandersetzungen ist dieses für die gesamte Region wichtige Projekt endlich im vollen Gange. Wir werden den Bau der Ostumgehung weiter und eng begleiten, der fertige Mittelteil der neuen Umfahrung wird die Bewohner der Innenstadt und umliegenden Ortsteile spürbar vom Verkehr entlasten."

Von Michael Ende