Ausbildungszentrum

Brand- und Katastrophenschutz: Moderne Technik in neuen Räumen in Celle

Eine Lehrleitstelle, die auch für reale Einsätze nutzbar ist, entsteht gerade am Technik- und Trainingszentrum im Celler Stadtteil Scheuen. Ende des Jahres soll das Gebäude fertig sein.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 20. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 20. Jan. 2023
Weiterer Fortschritt beim Ausbau des Technik- und Trainingszentrums in Scheuen. Die neue Lehrleitstelle, die auch für richtige Einsätze genutzt werden kann, soll Ende des Jahres fertiggestellt sein.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 20. Jan. 2023 | 17:00 Uhr
  • 20. Jan. 2023
Anzeige
Celle.

Das Ausbildungszentrum für die Feuerwehren und den Katastrophenschutz in Scheuen nimmt immer mehr Gestalt an. Nachdem im vergangenen Jahr bereits das Wirtschaftsgebäude (5,8 Millionen Euro) und die Heizzentrale (3,6 Millionen Euro) fertiggestellt und an das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) übergeben wurden, kommt der Neubau der Lehrleitstelle sichtlich voran. Ende des Jahres soll das Gebäude, dessen Richtfest gestern gefeiert wurde, in Betrieb gehen. Investition: 9,2 Millionen Euro.

Im Zeit- und Kostenrahmen

"Mit modernen Räumen und neuester Kommunikationstechnik schaffen wir für die Lehrgangsteilnehmenden des niedersächsischen Brand- und Katastrophenschutzes beste Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Ausbildung", sagte Ulrike Herda, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide. Das Projekt befinde sich innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenrahmens. Die Lehrleitstelle kann auch für reale Einsätze etwa von der Polizei und des Katastrophenschutzes genutzt werden.

"Für die Lehrleitstelle sind die energetischen Standards bereits weitestgehend umgesetzt."

Sabine Tegtmeyer-Dette, Staatssekretärin Finanzministerium

Energetische Standards umgesetzt

Die Staatssekretärin im Niedersächsischen Finanzministerium, Sabine Tegtmeyer-Dette, betonte den Klimaschutz. "Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, alle öffentlichen Liegenschaften bis 2035 in der Gesamtbilanz klimaneutral zu bewirtschaften. Damit stehen insbesondere die laufenden Baumaßnahmen vor besonderen Herausforderungen. Für die Lehrleitstelle sind die energetischen Standards bereits weitestgehend umgesetzt."

Ausbildung auf nie dagewesenem Niveau

Der Ausbau des Technik- und Trainingszentrums ist ein wichtiger Beitrag zur Gewährleistung des Brand- und Katastrophenschutzes in Niedersachsen", sagte Mirko Temmler, Präsident des NLBK. Mit der neuen Lehrleitstelle, den Stabsräumen und einer umfassenden technischen Ausrüstung "bringen wir die Ausbildung in der Einsatzdisposition und der Stabsarbeit auf ein neues und nie dagewesenes Niveau".

Autark bei Energieversorgung

Der Neubau der Lehrleitstelle war für notwendig erachtet worden, weil die bisherige Interimsleitstelle den Anforderungen an eine moderne Technik nicht mehr genügt. In dem dreigeschossigen Gebäude werden vier Sonderräume untergebracht: das Lage- und Führungszentrum, die Nachrichtenzentrale, der Leitstellenraum und der Regieraum, in dem Lageszenarien eingespielt werden. Die neun Bedientische sind mit einem Draht-Funk-Notrufsystem, mehreren Bildschirmen und Telefonen ausgestattet. Die Energieversorgung funktioniert bei Bedarf autark vom öffentlichen Netz.