Weiterer Schub für Quartier Blumlage

Neuer Fahrradladen in Celle: B.O.C. zieht in Ex-Dürkop-Gebäude ein

Die Blumlage wird attraktiver. Neben dem geplanten Edeka-Supermarkt und dem Hampton-by-Hilton-Hotelneubau siedelt sich jetzt der Hamburger Fahrradhändler B.O.C. in dem Celler Stadtteil an. Das erhofft sich das bundesweit agierende Unternehmen vom neuen Standort.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 09. Jan. 2023 | 18:00 Uhr
  • 09. Jan. 2023
In die Hallen des ehemaligen Autohauses Dürkop an der 77er Straße wird der Hamburger Fahrradhändler B.O.C. einziehen - eine weitere Belebung für die Blumlage.
  • Von Gunther Meinrenken
  • 09. Jan. 2023 | 18:00 Uhr
  • 09. Jan. 2023
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Celle.

An der 77er Straße tut sich etwas. Neben dem geplanten neuen Edeka-Supermarkt auf dem ehemaligen Achilles-Gelände und dem Hampton-by-Hilton-Hotelneubau an der Ecke Wehlstraße wird sich jetzt auch der Hamburger Fahrradhändler B.O.C. in der Gegend ansiedeln. Die Filiale des bundesweit agierenden Unternehmens mit insgesamt 1300 Mitarbeitern wird in die Räumlichkeiten des früheren Autohauses Dürkop einziehen und das möglichst noch in der zweiten Jahreshälfte.

Fahrradhändler auf Expansionskurs

B.O.C. betreibt insgesamt 41 Fahrradläden in der Republik. Fünf weitere sollen dieses Jahr folgen und eine davon in Celle. "Unsere Filiale an der Vahrenwalder Straße in Hannover platzt aus allen Nähten. Aus Erhebungen wissen wir, dass viele unserer Kunden aus Celle kommen. Da lag es nahe, hier ein weiteres Geschäft zu eröffnen", sagt Bernd Heumann, Geschäftsführer von B.O.C.

"Wir müssen bis zu 1800 Fahrräder vormontieren."

Bernd Heumann, Geschäftsführer B.O.C.

1300 Meter Verkaufsfläche

Das ehemalige Autohaus biete beste Voraussetzungen für die Ansiedlung. "In dem früheren Lager mit einer Größe von 700 Quadratmetern können wir 1200 Fahrräder vormontiert vorhalten. Wir haben reichlich Parkplätze, Platz für eine Werkstatt und eine Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern", berichtet Heumann.

Konkurrenz für Celler Fahrradhändler

Die neue B.O.C.-Filiale wird eine starke Konkurrenz für die etablierten Celler Fahrradhändler sein. Heumann glaubt hingegen nicht, dass es zu einer Verdrängung kommen wird. "Nach meinen Erfahrungen aus Gifhorn und Lüneburg kann ich sagen, dass dort nicht ein Wettbewerber darunter leiden musste, dass wir dort eine Filiale eröffnet haben. Der Fahrradmarkt hat sich weiterentwickelt, E-Bikes boomen, das Umsatzvolumen ist stark gestiegen."

Eröffnung in zweiter Jahreshälfte

Heumann rechnet damit, dass der neue Standort im Herbst eröffnet werden kann. "Wenn wir im Sommer die Baugenehmigung erhalten, brauchen wir etwa vier Monate für den Umbau. Da werden wir auch energetisch einiges machen müssen", sagt der B.O.C.-Geschäftsführer. Für die Mitarbeiter wartet bis dahin noch eine Menge Arbeit. "Wir müssen bis zu 1800 Fahrräder vormontieren", so Heumann.

Leben in Blumlage wird attraktiver

Für Christoph Maussner, der die Immobilie vermietet, ist die Ansiedlung von B.O.C. weit mehr als nur ein weiteres Fahrradgeschäft in der Residenzstadt. "Innerhalb von wenigen Jahren werden im Stadtteil Blumlage rund um die 77er Straße die Themen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen sowie die Touristen- und Freizeitangebote spürbar aufgewertet. Hier am südöstlichen Rande der Altstadt zu leben, wird immer attraktiver", sagt Maussner.

"B.O.C. zieht hier mit und lässt den Innenausbau von einem mit der Region eng verwurzelten Celler Architekturbüro durchführen."

Christoph Maussner, Vermieter

Ehemaliges Autohaus komplett vermietet

In der Blumlage steige die Lebensqualität eben auch durch besonders moderne Angebote für Sport und Shoppen, ohne das Einkaufserlebnis in der Innenstadt zu gefährden. "Zu dieser Attraktivität tragen auf meinem Grundstück unter anderem das hochwertige Küchenstudio, das stylische mehrgeschossige Fitnesscenter sowie noch in diesem Jahr mit der Eröffnung der Filiale in der 77er Straße der Marktführer B.O.C. bei", fährt Maussner fort. Damit sei die ehemalige Autohaus-Immobilie nun an zukunftsträchtige Unternehmen langfristig komplett vermietet und löse eine außerordentliche Anziehungskraft auf die Celler Bevölkerung und darüber hinaus aus.

Heimische Handwerker profitieren

"Der entscheidende Anteil am Zustandekommen der Ansiedlung der B.O.C.-Filiale auf meinem Grundstück lag in der kontinuierlichen Kontaktpflege aller Beteiligten über die Wirtschaftsförderung der Stadt Celle. Hier wird im Rathaus gute Arbeit geleistet", sagt Maussner. Letztlich diene dieser Vermittlungserfolg auch der Stadt, "denn hier entstehen nicht nur viele neue Arbeitsplätze, sondern es wurden und werden allein auf meiner Immobilie mehrere Millionen Euro in die Umbauten investiert. Dabei befolge ich als Celler meinen Grundsatz, wenn möglich diese Aufträge an heimische Handwerksunternehmen zu vergeben. B.O.C. zieht hier mit und lässt den Innenausbau von einem mit der Region eng verwurzelten Celler Architekturbüro durchführen", betont Maussner.