Adventszeit

Weihnachtsmarkt lockt wieder Besucher nach Celle

Seit Donnerstag bietet der Celler Weihnachtsmarkt wieder Gelegenheit zum Stöbern und für weihnachtliche Heißgetränke.

  • Von Jana Wollenberg
  • 24. Nov. 2022 | 20:10 Uhr
  • 25. Nov. 2022
Seit Donnerstag ist der Celler Weihnachtsmarkt eröffnet. Wohl eine der ersten Fahrten auf dem Riesenrad haben Jörn, Jesse und Jarne Kremeike (von rechts) gemacht, Silvana Kremeike ist lieber auf dem Boden geblieben. 
  • Von Jana Wollenberg
  • 24. Nov. 2022 | 20:10 Uhr
  • 25. Nov. 2022
Anzeige
Celle.

Vom Karussell auf dem Großen Plan und den Bläsern auf der Stechbahn erklingen Weihnachtslieder, und die Süßwarenstände verströmen zum ersten Mal in diesem Jahr den Duft nach gebrannten Mandeln, kandierten Äpfeln und Zuckerwatte in der Altstadt: Seit diesem Donnerstag ist der Celler Weihnachtsmarkt geöffnet. Am frühen Nachmittag sind die ersten Besucherinnen und Besucher zwischen den Ständen unterwegs, stöbern in den Waren der Aussteller und genießen das eine oder andere Heiß- oder Kaltgetränk.

Seit Donnerstag ist der Celler Weihnachtsmarkt eröffnet.

Einiges ist teurer geworden, aber nicht alles

Eine der wohl ersten Fahrten auf dem Riesenrad hat Jörn Kremeike mit seinen Söhnen Jarne und Jesse gemacht – Mutter Silvana Kremeike ist lieber am Boden geblieben. "Ich finde, es ist für jeden etwas dabei", sagt die 41-Jährige über das Angebot auf dem diesjährigen Markt. Für sie dürfe der Eierpunsch in jedem Jahr auf keinen Fall fehlen, für ihren Mann sei es der Glühwein. "Und für die Jungs nehmen wir meistens Lebkuchenherzen mit."

Seit Donnerstag ist der Celler Weihnachtsmarkt eröffnet.

"Schön, dass so viel angeboten wird"

Eine Frage zu den Weihnachtsmärkten war in diesem Jahr immer wieder aufgekommen: Müssen die Aussteller nun ihre Preise an Inflation und Energiekrise anpassen? "Manche Sachen sind im Preis gleich geblieben", stellt Silvana Kremeike fest. Bei anderem, wie zum Beispiel beim Eierpunsch, habe sie Preisanstiege bemerkt. "Aber ich finde es in der momentanen Situation absolut gerechtfertigt. Es ist schön, dass trotzdem so viel angeboten wird."

Seit Donnerstag ist der Celler Weihnachtsmarkt eröffnet.

Einige Schausteller hatten im Vorfeld angekündigt, ihre Preise anpassen zu müssen. So sagte Christoph Eisermann der CZ zum Beispiel, dass Bratwurst und Pommes an seinem Stand je 50 Cent teurer werden würden als im Vorjahr. Was eine vierköpfige Familie für einen Tag auf dem Weihnachtsmarkt bezahlen könnte, wenn sie auf die Klassiker wie Bratwurst, Glühwein und die typischen weihnachtlichen Naschereien nicht verzichten möchte, haben wir in einem Beispiel ausgerechnet.

"Etwas für die Seele"

Eine Tasse Glühwein gibt es für 3,50 Euro – wer sich für ein Bio-Getränk oder den Winzer-Glühwein entscheidet, zahlt etwas mehr. Alkoholfreies wie Kinderpunsch und Kakao ist ab drei Euro zu haben, eine Bratwurst kostet vier Euro. Für eine kleine Tüte Schmalzkuchen und 100 Gramm gebrannte Mandeln, die sich die Familie teilt, zahlt sie je vier Euro. Für vier Heißgetränke, eine Bratwurst für jeden und etwas Süßes zahlt die Familie also 37 Euro. Hinzu kommen die Fahrgeschäfte: 16 Euro für vier Tickets für das Riesenrad und sechs für Fahrten der beiden Kinder auf dem Kinderkarussell. Unterm Strich stehen danach 59 Euro.

Gemischte Stimmung bei den Schaustellern

Unter den Schaustellern auf dem Weihnachtsmarkt herrsche angesichts der Kostensituation gemischte Stimmung, berichtet Sabine Röhrs, die mit ihrem Kunsthandwerk seit rund 20 Jahren immer wieder auf den Celler Weihnachtsmarkt zurückkehrt. "Für die Menschen ist es auch etwas für die Seele", meint sie. Für viele Kollegen brauche es derzeit viel Willen, um durchzuhalten. "Ich bin guter Dinge", sagt sie selbst mit Blick auf die anstehenden Weihnachtsmarktwochen.

Jugendschutz genau im Blick behalten

Ebenfalls am ersten Markttag unterwegs war das Celler Halt-Team (Hart am Limit) mit seiner Alkoholprävention. Der Jugendschutzbeauftragte des Landkreises Celle, Till Voigt, sowie der Leiter des Präventionsteams und Beauftragter für Jugendsachen der Polizeiinspektion Celle, Christian Riebandt, besuchten gezielt die Stände auf dem Weihnachtsmarkt, die alkoholische Getränke zum Verzehr anbieten oder verkaufen.

Den Standbetreibern wurden Plakate des Halt-Teams überreicht und sie wurden über die Bestimmungen des aktuellen Jugendschutzgesetztes informiert, damit auch in der vorweihnachtlichen Zeit der Jugendschutz konsequent eingehalten wird.