2,8 Millionen Euro

18 Fahrzeuge in Celle als Investition in Katastrophenschutz

Über 2,8 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen in neue Fahrzeuge investiert. 18 Einsatzfahrzeuge hat Innenminister Boris Pistorius in Celle dem Katastrophenschutz Niedersachsen übergeben. Sie sollen unter anderem bei nuklearen Katastrophen zum Einsatz kommen.

  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 16. Sept. 2022 | 18:00 Uhr
  • 16. Sept. 2022
  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 16. Sept. 2022 | 18:00 Uhr
  • 16. Sept. 2022
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Celle.

18 Einsatzfahrzeuge im Gesamtwert von 2,8 Millionen Euro hat Innenminister Boris Pistorius in Celle im Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) dem Katastrophenschutz Niedersachsen übergeben. Die Fahrzeuge sind Teil einer entsprechenden Notfallvorbereitung auf einen möglichen nuklearen Unglücksfall.

Mehr Investitionen für niedersächsischen Katastrophenschutz

„Das Land hat für diese Fahrzeuge mehr als 2,8 Millionen Euro investiert, um die Ausstattung im Katastrophenschutz auf ein neues Niveau zu bringen", sagte der Minister bei seinem Besuch und versprach: "Ich darf an dieser Stelle festhalten: Da kommt noch mehr."

Pistorius dankt Feuerwehrleuten

Außerdem bedankte sich Pistorius bei den Einsatzkräften für ihre Bereitschaft, die Löscharbeiten der vergangenen Monate in ganz Deutschland und auch im europäischen Ausland zu unterstützen. "Unsere Feuerwehrleute waren in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und im europäischen Ausland an den erfolgreichen Löscharbeiten beteiligt. Diesen Einsatzkräften gilt unser Dank." In Frankreich seien zudem auch zwei der für Niedersachsen neu konzipierten und erst vor kurzem in den Dienst gestellten Löschfahrzeuge CCFM 3000 zum Einsatz gekommen.

"Unsere Feuerwehrleute waren in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und im europäischen Ausland an den erfolgreichen Löscharbeiten beteiligt. Diesen Einsatzkräften gilt unser Dank."

Boris Pistorius, Niedersachsens Innenminister

Höhere Personalkosten sind unumgänglich

„Für diese und auch andere ähnlich gelagerte Einsätze brauchen die Feuerwehren und Hilfsorganisationen robustes und modernes Gerät. Wir werden zukünftig deutlich mehr Mittel für den Brand- und Katastrophenschutz in Niedersachsen benötigen." Der SPD-Mann betont: "Ich halte zukünftig weitere Mittel in Höhe von mindestens 20 Millionen Euro im Haushalt des Innenministeriums für notwendig. Diese Mittel müssen Investitionskosten und laufende Kosten abbilden. Außerdem brauchen wir schlichtweg mehr Personal, auch das wird viel Geld kosten. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, um die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen weiter auszubauen."

Einsatz der Fahrzeuge bei nuklearen Vorfällen

In den Gefahrenregionen sollen die neuen Einsatzfahrzeuge auf örtlicher Ebene vor allem bei der sicheren Verlastung und dem Transport für Material der Notfallstationen zum Einsatz kommen. Diese Notfallstationen dienen im Rahmen eines bundesweit abgestimmten Einsatzkonzeptes als Anlaufpunkt der Bevölkerung bei einem kerntechnischen Unfall. Sie ermöglichen insbesondere die Nachweisführung, ob es zu einer radioaktiven Kontamination gekommen ist und wie hoch diese ist, sowie die Dekontamination, also die Entfernung strahlender Partikel und Anhaftungen.

Katastrophenschutz muss weiter ausgebaut werden

Die neuen Transportkomponenten sind auch für Einsätze in unwegsamem Gelände und bei zerstörter Straßeninfrastruktur geeignet. Die personelle Besetzung der Einheiten erfolgt sowohl mit hauptamtlichem Personal des NLBK als auch mit Personal von Hilfsorganisationen und Feuerwehr. "Unsere Konzepte zur Neuausrichtung des Katastrophenschutzes mit dem Aufbau zentraler Landeseinheiten, Ergänzung der kommunalen Ausstattung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen sind zielführend und schließen Lücken in unserem System", so Minister Pistorius.