Wunderbare Stimmen

Alte Stücke über die Liebe

American Folk im Kulturcafé „nebenan“ in Winsen kommt beim Publikum an. Lieder über die Liebe, das Weggehen und Wiederkommen standen auf dem Programm.

  • Von Kirsten Pröve-May
  • 21. Nov. 2022 | 11:05 Uhr
  • 21. Nov. 2022
David Lübke, Rüdiger Grop, Corinna Fiedler und Christian Sand (von links) bei ihrem Auftritt im Kulturcafé „nebenan“.  
  • Von Kirsten Pröve-May
  • 21. Nov. 2022 | 11:05 Uhr
  • 21. Nov. 2022
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Winsen.

Die Veranstaltungen im Kulturcafé „nebenan“ in Winsen haben stets ihren besonderen Reiz, so auch an diesem Samstagabend, an dem das letzte Event in diesem Jahr stattfand. Die vierköpfige Band, die sich den teilweise sehr alten American-Folk-Liedern, etwa 100 bis 200 Jahre alt, verschrieben hat, gestaltete einen wunderschönen Abend. Lieder über die Liebe, das Weggehen und Wiederkommen standen auf dem Programm.

Relativ unbekannte Stücke

Von Beginn an waren die Sängerin Corinna Fiedler, Gitarrist David Lübke, Kontrabassist Rüdiger Grop und Bandleader Christian Sand eine Einheit, ohne dabei den Bezug zum Publikum zu verlieren. Relativ unbekannte Stücke wie „There Is a Time for us to Wander“ oder „I Jump the Mississippi“, vorgetragen ohne jegliche Noten- oder Textblätter, oder auch „When the Springtime Comes Again“ und mit dem Hinweis der Sängerin „Wir müssen durchhalten“ (bis zum nächsten Frühjahr), gingen ins Ohr und begeisterten.

Wunderbare Stimmen und gekonnte Ausführung

Laut Gitarrist David Lübke ist diese Form der Musik eine Gelegenheit, einzig und allein akustische Instrumente wie Bass, Gitarre, Banjo oder auch Mandoline zu spielen, und die auch immer wieder die Darbietung von Soli bietet. Doch auch ohne jegliche Instrumente, bei dem Lied „Where the Soul of Man Never Dies“, a cappella vorgetragen, zeigten sich die wunderbaren Stimmen und die gekonnte Ausführung.

Musik entführt in vergangene Zeit

Die zwei Varianten über das Kennenlernen der Bandmitglieder ließen das Publikum im Unklaren. Waren es wirklich die Hüte der drei Herren, die zu dieser Konstellation führten oder doch eher das Ziel, gemeinsam diese Art von Musik zu machen? Den Gästen konnte es egal sein, sie genossen einfach die fröhliche Art und Weise der Musiker, die nicht nur mit ihrer Musik in vergangene Zeiten entführten.

Erinnerung an Filmkulisse eines Westerns

Auch die Kleidung erinnerte an früher, Sängerin Corinna Fiedler mit weißer Rüschenbluse und schwarzem langen Samtrock schien geradezu der Filmkulisse eines Westerns entstiegen zu sein. Für die Anschaffung eines Hutes wie bei ihren drei Kollegen habe es finanziell noch nicht gereicht, aber „deshalb singe ich hier“, so Fiedler schmunzelnd.

Vier Musiker geben drei Zugaben

Das Publikum entließ die vier Musiker nach insgesamt drei Zugaben und bewies damit den Dank und die Anerkennung für das wunderbare Konzert mit American-Folk-Revival-Songs.