Schau feierlich eröffnet

Bilder mit eigener Strahlkraft und Faszination

Die Ausstellung „Strukturen und Farbharmonien“ mit Werken von Heidrun Giese, die bereits seit Juli zu sehen ist, wurden nun auch offiziell eröffnet.
  • Von Kirsten Pröve-May
  • 08. Aug. 2022 | 14:00 Uhr
  • 08. Aug. 2022
  • Von Kirsten Pröve-May
  • 08. Aug. 2022 | 14:00 Uhr
  • 08. Aug. 2022
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Hermannsburg.

Die Ausstellung, die seit dem 13. Juli in Anderer’s Taverna und im Hotel Heidehof in Hermannsburg läuft, wurde am Sonntag mit einer Vernissage eröffnet. Auf Bestreben der Kulturinitiative Augenschmaus zeigt die gebürtige Uelzenerin Heidrun Giese ihre Werke.

Arbeit ist „Malen für die Seele“

Sabine Manneke beschrieb in ihrer Laudatio die Materialien wie Sumpfkalk, Marmormehl, Kreide, Kohle und fügte lachend hinzu: „Es klingt nach Baumarkt.“ Die Künstlerin, auch Mitglied des Bundes bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) in Celle und mittlerweile auch als „Lehrerin“ für Malkurse tätig, beschreibt ihre Arbeit als „Malen für die Seele“ und fügt hinzu: „alle Techniken, außer Öl!“ Sie experimentiert mit den Materialien, sodass das endgültige Aussehen nicht vorab festgelegt werden kann. Wieder einmal eine Partnerschaft zwischen Künstlerin und der Zusammenwirkung verschiedener Werkstoffe. Es ist abstrakte Kunst und doch, bei genauerer Betrachtung lassen sich auch wieder Dinge entdecken: ein Segelboot, ein Baum? Und jedes Bild, egal ob in leuchtenden Farben oder eher dunkler gehalten, hat seine ganz eigene Strahlkraft und Faszination. Und auch bei den Formaten zeigen sich große Unterschiede: kleinformatig aber auch ein zweigeteiltes Bild in einer Größe von 1,60 Meter mal einen Meter. Der Titel „Farbharmonie“ ist exakt richtig gewählt.

Eintauchen in peruanische Musikwelt

Zwei befreunde Musiker der Künstlerin begleiteten die Ausstellungseröffnung und ließen einen gedanklich in die peruanische Musikwelt eintauchen. Gitarre und Panflöte, dargeboten von den Brüdern Pietro und Jose Patino – man hätte den ganzen Vormittag zuhören mögen.

Erschaffung einer eigenen Welt

Es passte alles zusammen bei dieser Vernissage. „Nicht die Abbildung der Wirklichkeit ist das Ziel der Kunst, sondern die Erschaffung einer eigenen Welt“, zitierte Sabine Manneke den kolumbianischen Maler Fernando Botero.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Oktober montags, dienstags, freitags und samstags von 17 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags, 12 bis 14 Uhr und 17 bis 21.30 Uhr im Restaurant „Anderer’s Taverna“, Lotharstraße 27, in Hermannsburg und im Hotel Heidehof, Billingstraße 29, in Hermannsburg zu besichtigen.