Sommerkonzert

Musikgenuss in familiärer Atmosphäre

Die verschiedenen Gruppen der Kreismusikschule Celle haben bei ihrem Sommerkonzert überzeugt.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 04. Juli 2022 | 12:01 Uhr
  • 04. Juli 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 04. Juli 2022 | 12:01 Uhr
  • 04. Juli 2022
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Celle.

Großen Anklang fand das Sommerkonzert der Kreismusikschule am Samstagabend im Schulzentrum an der Burgstraße. Nur wenige Plätze in der großen Aula blieben unbesetzt. Und die Besucher hatten das richtige Gespür, denn ihr Kommen wurde mit anspruchsvollen Musikdarbietungen und einer warmherzigen Atmosphäre belohnt.

Junges Bläserensemble zum Auftakt

Es war ein zweistündiges Themenkonzert, in dem vor allem die Bläserklassen ihr Können demonstrieren durften. Nachdem ein Blasorchester-Workshop in der vergangenen Woche viel Zuspruch erhalten hatte, wollte man den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, mit erfahrenen Orchestern ihr Gelerntes vor Publikum zu erproben. Den Auftakt machte das Junge Bläserensemble. Der anschließenden Bemerkung von Catrin Anne Wiechern, der Leiterin der Kreismusikschule, „Ich dachte schon, Ihr wäret die Fortgeschrittenen“ konnte man nur zustimmen. Die jungen Musikbegeisterten spielten sich schnurstracks in die Herzen des Publikums. Es folgte ein Gesangsintermezzo mit der erfahrenen Musical-Sängerin Lina Müller-Kang und ihrem Schüler Leon Weber. Er intonierte die Ballade „Say Something“ so ausdrucksstark, dass sie es mit der Version von Christina Aguilera und The Great Big World durchaus aufnehmen konnte.

Hingabe zur Musik

Die sehr beliebte Musikschule – rund 1500 Schülerinnen und Schüler lernen dort – bietet nicht nur Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, ein Instrument zu erlernen. Die Bläser des Erwachsenenorchesters haben alle das Spielen erst im fortgeschrittenen Alter erlernt. Ihr Abba-Medley war ein echter Hit, und wie Alfred Bürger, der musikalische Leiter, humorvoll betonte: „Wir haben keine Avatare – alle unsere Musiker sind live zu erleben.“ Bürger hatte großen Anteil am Gelingen der Veranstaltung. Seine absolute Hingabe zur Musik war beim Dirigieren geradezu körperlich zu erspüren, und der Funke seines Enthusiasmus sprang auf die Musikerinnen und Musiker wie auch aufs Publikum über.

Eindrucksvolle Demonstration

Ein absolutes Highlight war das vierköpfige Akkordeon Ensemble, dessen Adagio von Tomaso Albinoni Gänsehautmomente bescherte. Es war eine eindrucksvolle Demonstration von der tonalen Vielfältigkeit dieses außergewöhnlichen Instrumentes.

Neue musikalische Juwelen sind entstanden

Den Schlussakkord setzte das Sinfonische Blasorchester: Ihr intensives „Music“ von John Miles ließ manchen Zuschauer das Taschentuch zücken. Im Programmheft waren auch die Namen der Arrangeure zu lesen, und das aus gutem Grund. Die Bearbeitung der Klassiker aus der Musikgeschichte ist eine große Kunst. Beim abschließenden Elvis-Presley-Medley aus der Feder Ted Ricketts konnte man sich überzeugen, wie praktisch neue musikalische Juwelen fürs Orchester aus bekannten Stücken entstanden sind. Mit stehendem Applaus bedankte sich das Publikum für einen rundum gelungenen Abend.

Von Andreas Stolz