Matthias Eisenberg

Vom Gewandhaus in die Celler Stadtkirche

Orgelmaestro Matthias Eisenberg ist wieder zu Gast in Celle. In der Stadtkirche wird er ein Stück zum Angedenken an die britische Königin spielen.
  • Von Reinald Hanke
  • 23. Sept. 2022 | 12:00 Uhr
  • 23. Sept. 2022
  • Von Reinald Hanke
  • 23. Sept. 2022 | 12:00 Uhr
  • 23. Sept. 2022
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Celle.

Der frühere Gewandhausorganist Matthias Eisenberg spielt am Samstag, 8. Oktober, um 17 Uhr in der Celler Stadtkirche ein anderes Programm als in den vergangenen Jahren, in denen er in der Region an diversen kleinen Orgeln spielte. Da bestanden die Programme fast nur aus Werken von Bach und Mendelssohn, die er ergänzte um Improvisationen über Choräle.

Dieses Mal hat er neben der so virtuosen Bach-Toccata und Fuge in d BWV 532, der sechsten Triosonate von Bach und der B-Dur-Orgelsonate von Mendelssohn noch Musik von Haydn und Händel mitgebracht. Das ist Musik, die auf der Orgel der Stadtkirche ideal passen dürfte, denn sie wirkt besonders gut, wenn man schöne Einzelregister an der Orgel zu Verfügung hat. Und genau das ist die Stärke dieser wegen ihrer technischen Anfälligkeit nicht unproblematischen Orgel.

Angedenken für verstorbene britische Königin

Haydns Stücke für eine Flötenuhr passen genauso gut an die Celler Orgel wie drei Orgelbearbeitungen bekannter Orchesterstücke Georg Friedrich Händels. Mit Händel wird Eisenberg einen Bogen schlagen nach Großbritannien, wo Händel seine größten Erfolge feierte. Und dieser Bogen scheint Eisenberg wichtig zu sein, denn er improvisiert dieses Mal nicht über einen berühmten Orgelchoral, sondern im Angedenken an die verstorbene britische Königin über die Nationalhymne.

Da dürfte sich endgültig zeigen, wie weit die Stadtkirchenorgel dem so virtuosen Spiel Eisenbergs gewachsen ist, denn er kann sich die Besonderheiten und Hürden dieser Orgel zwar erklären lassen, wie weit er dann beim spontanen Spiel aber darauf Rücksicht nehmen kann, das wird man hören.

Stadtkirchenorgel mit Herausforderungen

Eisenberg sagt: „Auf einer guten großen Orgel kann doch jeder gut spielen, auf einer kleinen Orgel ist das etwas ganz Anderes.“ So wird es dieses Mal für Eisenberg weniger eine Herausforderung sein als in den vergangenen Jahren, als er immer an kleinen Orgeln gespielt hat. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.