Konzert in "Kunst & Bühne"

Dima Mondello: Klassische Musik mal ganz anders

Der Musiker und Komponist Dima Mondello hat in Celles "Kunst & Bühne" eine neue Form der Interpretation klassischer Musik geboten. So kam das Konzert „Latin Nouveau“ beim Publikum an.

  • Von Kirsten Pröve-May
  • 28. Nov. 2022 | 09:05 Uhr
  • 28. Nov. 2022
Am Ende gab es zwei Zugaben: „Pitti“ Hecht, Dima Mondello, Maike Jensen und Klaus Heuermann in „Kunst & Bühne“.
  • Von Kirsten Pröve-May
  • 28. Nov. 2022 | 09:05 Uhr
  • 28. Nov. 2022
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Celle.

Der Musiker und Komponist Dima Mondello und sein Ideenreichtum sind weithin bekannt. Konnte er in der Vergangenheit sein Publikum mit „Parva Mundi“ und legendären Film- und Kinohits begeistern, so erwartete die Gäste in „Kunst & Bühne“ am Freitagabend eine „Weltpremiere“, wie Michael Schiller es ankündigte. Eine neue Form der Interpretation klassischer Musik, und zwar in „Latin Beats“: Musikstücke, die lange vor Erfindung des Saxophons im Jahre 1846 komponiert wurden, wie zum Beispiel von Paganini (1782 bis 1840) oder Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750), von Mondello umgeschrieben und zusammen mit den drei erstklassigen Musikern Maike Jensen am Tasteninstrument, Klaus Heuermann am E-Bass und „Pitti“ Hecht (Percussion) dargeboten.

Dima Mondello begeistert Publikum in Celles "Kunst & Bühne"

Das Publikum war von der ersten Minute an begeistert und lehnte im Verlaufe des Programms eine Pause ab. So gab es zwei Stunden lang ununterbrochen Musik, eingerahmt von Erklärungen zu den einzelnen Stücken und Witzeleien von „Frontmann“ Mondello. Faszinierten die vier Musiker als eine Einheit, so ermöglichten die unterschiedlichen, ausgewählten Stücke auch jedem Einzelnen Soloparts, die mit begeistertem Zwischenapplaus honoriert wurden.

Von Bach und Paganini bis „Stars Wars“ und „Titanic“

Neben dieser neuen mitreißenden Vertonung klassischer Stücke gab es auch „Neuzeitliches“ wie „The Windmills of Your Mind“ (1968), „Take Five“ (1959), „Libertango“ oder „Dolce Vita“ aus dem 2022 erschienenen Debütalbum „Dima – Smooth Latin“. Bekannte Filmmusiken wie „Stars Wars“ oder „Titanic“ bildeten weitere Bausteine dieses Abends, wobei hier nicht die jeweiligen Titelmelodien gespielt wurden. Einen besonderen Moment bereitete das Lied „Fragile“ (Zerbrechlich) von Sting aus dem Jahre 1987, gesungen vom Bassisten Klaus Heuermann und dem Ukraine-Krieg gewidmet.

Vier Musiker, die ihr Handwerk beherrschen

„Did you enjoy?“ Diese Frage stellte sich nicht. Die gemütliche Atmosphäre der „Kleinkunstbühne mit Clubcharakter“, die ihresgleichen sucht, wie Michael Schiller es in seiner Eröffnungsrede beschrieb, das gut gelaunte Publikum, nicht zu vergessen die gesamte Crew von „Kunst & Bühne“ und die vier Musiker, die einerseits ihr „Handwerk“ perfekt beherrschen, andererseits aber auch stets den Draht zum Publikum nicht verlieren – das alles waren Garanten für einen wunderschönen Abend.

Beethoven und "Czardas" als Zugaben

Am Ende gab es zwei Zugaben: Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ und „Czardas“ von 1904, wieder dargeboten in Latin Beats als Ausklang. Es war eine mehr als gelungene Premiere des Programms „Latin Nouveau“. Eine Premiere, der hoffentlich noch viele weitere Konzerte folgen werden.