Ausstellung eröffnet

Schmuck und Bilder berühren Seele

Kultur Trif(f)t zeigt in einer neuen Ausstellung Werke von Malerin Kerstin Sørensen und Goldschmiedin Kerstin Homann.
  • Von Doris Hennies
  • 23. Nov. 2022 | 14:05 Uhr
  • 23. Nov. 2022
Die Goldschmiedin Kerstin Homann (links) und die Malerin Kerstin Sørensen präsentieren ihre Werke in einer Ausstellung bei Kultur Trif(f)t.
  • Von Doris Hennies
  • 23. Nov. 2022 | 14:05 Uhr
  • 23. Nov. 2022
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Celle.

Leise und zart sind sie, die Bilder der Malerin Kerstin Sørensen. Als verträumte Landschaften, eben dabei sich im Nebel aufzulösen, kommen vor allem die Aquarelle – Impressionen der Lüneburger Heide – daher. Der Hauch von Heideviolett verrät die Gegend. Ein Blick auf ein Panorama der ruhigen Gelassenheit – gewachsen und kaum verändert seit Jahrhunderten. „Mich interessiert die Atmosphäre, die Stimmung und das Licht an einem Ort. Das möchte ich einfangen.“ Wie das Licht reflektieren die Arbeiten ihre Ausstrahlung auf den Betrachter – nachdem, ganz offensichtlich, die Landschaft auch ihre Wirkung auf die Künstlerin freigesetzt hat. Die aktuelle Ausstellung in den Räumen von Kultur Trif(f)t lädt zum Lustwandeln und Hineinträumen ein.

Bandbreite ihres Schaffens

Ergänzt wird die Malerei von den kunsthandwerklichen Arbeiten der Goldschmiedin Kerstin Homann aus Bergen. Umfangreich präsentiert sie in diversen Schauvitrinen eine ganze Bandbreite ihres Schaffens. Silberarbeiten, oft mit speziellen Steinen verbunden – mal filigran, mal derb und ursprünglich. Da passt eine erste Berührung der Bereiche der beiden Kunstschaffenden: Natur und das Ursprüngliche. Beide wünschen sich ein Erfassen mit allen Sinnen. Wirkung und Zusammenhang zwischen Geist Seele, Verstand und Körper – das versucht vor allem Kerstin Homann in ihren Arbeiten mit Runen und Steinen herzustellen. Und das versucht sie auch den Teilnehmenden in ihren zahlreichen Workshops zu vermitteln. Ihre Schmuckstücke sollen eine Verbindung herstellen zu dem, der ihn aussucht und trägt. Ein esoterischer und mystischer Ansatz.

Sanfte Rauheit der Natur

Mystisch wirken auch die Bilder von Kerstin Sørensen, die in Norwegen entstanden sind – mal draußen, direkt vor Ort, mal im Atelier, in Öl oder Aquarell – das entscheide sie spontan. Statt Heideflächen ist es da das Meer – Wasser, Steine und Strand – die die Thematik beherrschen. Die sanfte Rauheit, die Natur – so pur – menschenlos, die nachspürbare Weite … da liegt eine Ahnung von alter Zeit, von Kelten und Wikingern nicht fern.

Stück dieser Welt betrachtet

Vor zwei Jahren ist die Malerin aus Norwegen nach Deutschland gezogen und wohnt und arbeitet nun in Eimke bei Uelzen. Der Titel der Ausstellung macht die Verbindung der beiden Frauen und ihren Fokus, zumindest ein Stück dieser Welt zu betrachten, deutlich: „Landschaftsmalerei und nordische Symbolik“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Dezember bei Kultur Trif(t)t, Trift 32, in Celle zu sehen. Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags und freitags, 10 bis 12 Uhr.