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Panorama Mann greift in Thüringen Corona-Impfteam an
Weltgeschehen Panorama

Corona-Pandemie : Mann greift in Thüringen Corona-Impfteam an

20:01 04.09.2021
In Gera wurden Mitarbeiter eines mobilen Impfteams angegriffen. (Symbolbild). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
In Gera wurden Mitarbeiter eines mobilen Impfteams angegriffen. (Symbolbild). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa Quelle: Martin Schutt
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Gera

Gera (dpa) - Bei einer Corona-Impfaktion im thüringischen Gera ist ein mobiles Impfteam angegriffen worden. Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit.

Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Einkaufszentrum ereignete. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der Mann eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es ohne Impfung keine Bescheinigung gebe, sei der Mann «ausgetickt». Er habe eine medizinische Fachangestellte und einen Helfer verletzt.

Mitarbeiter im Krankenhaus behandelt

Sie wurden in einem Krankenhaus behandelt, aber nach KV-Angaben bereits wieder entlassen. Der Angreifer habe sich bei der Impfaktion registrieren lassen, sodass seine Daten bekannt waren. Die Polizei stellte ihn nach Angaben eines Sprechers in einem Parkhaus, gegen ihn laufe eine Anzeige. Er sei auf freiem Fuß. Laut Polizei soll auch er im Einkaufszentrum leicht verletzt worden sein.

Dem KV-Pandemiestabsleiter zufolge ist es das erste Mal seit Beginn der Impfkampagne, dass ein Impfteam in Thüringen angegriffen wurde. Die Impfaktion wurde daraufhin abgebrochen, bis zum Vorfall waren 120 Menschen geimpft worden. Die Aktion soll wiederholt werden.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) verurteilte die Tat ebenso wie Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos). «Aus der Hetze der Impfgegner werden Taten», sagte Werner. «Das können wir als Gesellschaft nicht akzeptieren. Unsere Impfteams sind unterwegs, damit sich Menschen vor der Infektion mit dem heimtückischen Virus schützen können.»

© dpa-infocom, dpa:210904-99-94638/2