"Robin Hood" in Halle 19

Held mit Pfeil und Bogen

Das Schlosstheater Celle hat sich für eine Fassung der Abenteuer von „Robin Hood“ entschieden, die am 14. Dezember Premeire hat.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 30. Nov 2019 | 17:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
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  • 30. Nov 2019 | 17:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Celle.

Spannende Geschichten mit wagemutigen Helden, die schon über mehrere Generationen hinweg bewundert werden, bieten den optimalen Stoff für ein vergnügliches Familienstück. Das Schlosstheater Celle hat sich für eine Fassung der Abenteuer von „Robin Hood“ entschieden, die von Markus Bothe und Nora Khuon für das Theater geschrieben und im Dezember 2018 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt wurde – eine Adaption, die keine Heerscharen von bewaffneten Kämpfern erforderlich macht und der eine gute Ausgewogenheit zwischen Spannung und Humor gelungen ist. Am Samstag, 14. Dezember, hat das Stück in der Halle 19 Premiere.

Stück mit perfekter Familientauglichkeit

„Wir hatten schon lange die Idee, ein Stück mit perfekter Familientauglichkeit auf die Bühne zu bringen, bei dem sich junge, mittlere und ältere Semester gleichermaßen amüsieren. Ich sage bewusst nicht Kinder, Eltern und Großeltern, weil hier niemand ein „Alibi-Kind“ braucht, sondern auch alleine oder mit Freunden jeden Alters in die Aufführung gehen kann“, so Dramaturg Matthias Schubert. „Die ziemlich neue Fassung von Bothe und Khuon – ursprünglich ein Musiktheaterkonzept mit vielen Freiheiten für Inszenierung – hat schließlich alles geboten, was für uns den Stoff spielbar macht“. Uns bedeutet in diesem Fall eine Besetzung mit sechs festen Ensemblemitgliedern – auch ein Zeichen, wie ernst das Schlosstheater seinen Vorsatz nimmt, Menschen aller Altersschichten mit Theater zu begeistern.

„Arien“ von Reggae bis Rap

Die Geschichte vom sozial-gerechten geächteten Adligen, der den ausgebeuteten Menschen hilft, indem er die Reichen bestiehlt, um es den Armen zu geben, hat als Buch und Film in zahlreichen Variationen Leser und Zuschauer fasziniert. Regisseur Sebastian Richter hat sich nicht nur dem spielerischen Stoff angenommen, sondern auch neue Songfassungen zu den angebotenen Texten verfasst: Herausgekommen sind moderne „Arien“ von Reggae bis Rap, die die Darsteller zwar live singen, die Musik ist allerdings vorproduziert worden und kommt vom Band.

Jede Menge Wort- und Situationskomik

So kann nichts die tollen „Action-Szenen“ bremsen, für die ein extra-großer Teil der Fläche in Halle 19 bereitet sein wird. Richter verspricht außerdem jede Menge Wort- und Situationskomik, eingebettet in spannende Überraschungen: Eine sei schon mal verraten: Der Held ist in Wirklichkeit eine Heldin. Das bekommen die Kameraden aber erst spät heraus. Aber Mut und Tapferkeit sind ja sowieso nicht an Geschlechter gebunden ….

Viel fürs Auge geboten

Für Bühnenbild und Kostüme ist Sabine Moncys verantwortlich. Sie hat dafür gesorgt, dass all diese angesprochenen „Ländereien“ vom Wald bis zum Schloss dort Platz finden. Diesmal also nicht minimalistisch, sondern es wird viel fürs Auge geboten. Das gilt neben den Kulissen auch für Ausstattung und Kleidung. „Es ist ein Mix zwischen historischen Vorbildern und neuen Elementen. Ich wollte, dass jede Figur eigen und interessant aussieht und trotzdem gut zu identifizieren ist.“ Im Rahmen des „Enter-Programms“ für Schulen haben die Schüler der „Patenklassen“ schon einen Vorgeschmack auf das Stück bekommen. Der Rest muss auf die Premiere warten.

Von Doris Hnenies

Termine: 14. Dezember (Premiere), 21., 22., 23. und 27. Dezember, 5. und 18. Januar sowie am 15. Februar, jeweils um 18 Uhr, in der Halle 19 auf dem Gelände der CD-Kaserne.

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