Kultur querbeet

Von Clownerie bis Swing im Schlosshof

Im neuen Halbjahresprogramm für "Kultur querbeet" ist für jeden etwas dabei. Dabei wird Bewährtes mit Neuem verknüpft.

  • Von Jürgen Poestges
  • 02. Dec 2019 | 05:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 02. Dec 2019 | 05:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Celle.

Carsten Dapper ist sichtlich zufrieden. „Wir versuchen immer, Bewährtes mit Neuem zu kombinieren. Und ich denke, das ist uns dieses Mal wieder gut gelungen“, sagt der „Chef“ von „Kultur querbeet“, wenn er sich das Programm des ersten Halbjahres 2020 anschaut. Und es ist wirklich abwechslungsreich. Los geht es am 23. Januar auf dem Hof Wietfeldt mit den „New Orleans Shakers“ um den Schlagzeuger Torsten Zwingenberger, ein alter Bekannter in Celle.

Peter Shub als Höhepunkt

Und der Höhepunkt ist sicherlich Peter Shub, ein Vertreter der modernen Clownerie. Er kommt zum dritten Mal zu „Kultur querbeet“ und wird am Sonntag, 21. Juni, auf der Bühne des Schlosstheaters zu sehen sein. „Wir wollten in diesem barocken Theater einen Künstler präsentieren, der auch dahinpasst. Und Peter Shub ist prädestiniert dafür“, sagt Dapper. Shub nimmt übrigens rund 700 Kilometer Anreise auf sich, um diesen Termin auch wahrnehmen zu können. „Er freut sich auf die Atmosphäre im Schlosstheater. So eine Location hat er auch nicht jeden Tag.“

Baltikum-Blues im Berger Stadthaus

Am Samstag, 9. Mai, lässt man die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Bergen wieder aufleben. Mit der „Latvian Blues Band“ kommt dann Baltikum-Blues ins Berger Stadthaus. „Dahinter steckt eine ganz besondere Geschichte“, sagt Dapper. „Diese Empfehlung kommt noch von Gerd Büscher. Er hat den Namen der Band in den Ring geworfen. Leider erlebt er den Auftritt nicht mehr. Büscher, jahrelanges aktives Mitglied bei „Kultur querbeet“, ist im Sommer diesen Jahres plötzlich verstorben.

Typische Vertreter einer jungen Musiker-Generation

eben der Rückkehr nach Bergen gibt es auch die Rückkehr in die Celler Garnison Kirche. Dort werden am Freitag, 20. März, „Organ Explosion“ aus München zu sehen und zu hören sein. „Das sind die typischen Vertreter einer jungen Musiker-Generation“, erklärt Dapper. „Sie reisen mit einem tollen Equipment an, die einiges an retro aufbieten: Hammond-Orgel, Moog-Synthesizer und Fender-Bass zum Beispiel.“

Preisgekrönter Hamburger DamenLikör-Chor

Dazu gibt es noch weitere vielversprechende Shows. Da ist zum Beispiel Matthias Brodowy, der gemeinsam mit dem preisgekrönten Hamburger DamenLikör-Chor in der Congress Union auftritt (23. Februar). Oder der Kult-Klappmaul-Komiker Werner Momsen, der sich am 17. April in der Congress Union mit dem Thema „Abenteuer Urlaub“ befasst. „Er war 2018 schon einmal bei ‚Kultur querbeet‘“, sagt Dapper. „Da haben wir zwei Vorstellungen hintereinander im Hof Wietfeldt mit jeweils über 200 Besuchern gemacht. Das wollten wir ihm nicht noch einmal zumuten. Deshalb gehen wir gleich in die Congress Union.“

Swing im Schlosshof

Der glanzvolle Höhepunkt vor der Sommerpause ist sicherlich der Swing im Schlosshof. Am Sonntag, 12. Juli, ist um 15.30 Uhr das „Joscho Stephan Quartett“ mit modernem Gypsy-Swing zu erleben. Wer in diesem „Querbeet“-Programm nichts für seinen Geschmack findet, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.