Im Foyer des HBG

Komplettes Eintauchen in die Welt des Blues

Bluesmusiker Adam Franklin war zu Gast beim Liedermacherabend im Foyer des HBG.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Nov 2019 | 15:40 Uhr
  • 10. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Nov 2019 | 15:40 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Celle.

Schade, dass das Publikum hauptsächlich aus Schülern, Eltern und Lehrern bestand. Die Musiker, sowohl ehemalige als auch aktuelle Schüler des HBG, Schulsekretär Hardy Lugerth und vor allem der Bluesmusiker Adam Franklin mit seiner silberfarbenen Gitarre hätten wirklich mehr Zuhörer verdient. So war es eben ein etwas kleinerer, gemütlicherer Rahmen, in dem Lugerth – zusammen mit seiner Ukulele – den Reigen der Musik eröffnete.

„Walking in Memphis“

Ihm folgten Charleen Krüger (Gesang) zusammen mit ihrem Bruder mit einem Cajón, dem Aussehen nach ein einfacher Sitzhocker, in Wirklichkeit aber eine sogenannte Kistentrommel, ein peruanisches Percussioninstrument. Und Lugerth wechselte von der kleinen Ukulele zur ausdrucksstärkeren Gitarre. Mit „Walking in Memphis“ und „Father and Son“ von Cat Stevens und im Duett mit Jendrik Hauschildt wurde ein guter Sound geschaffen. Danach sorgten Cedric Mullan (Ukulele), Antonia Zorn (Gesang) und LouisaTiss (Kontrabass) mit bekannten Liedern wie „Over the Rainbow“ für die richtige Einstimmung auf den Ehrengast des Abends.

"Brexit? Nein, danke."

Adam Franklin, 2016 schon einmal an selber Stelle aufgetreten, befindet sich zurzeit auf Deutschlandtour und konnte seinem Freund Lugerth einen Abstecher nach Celle nicht abschlagen. Von der ersten Sekunde an taucht man ein in die Welt des Blues, gibt es keinerlei Anlaufschwierigkeiten des Musikers, sein Publikum einzunehmen. Voll des Lobes ist der Profi für seine „Mitstreiter“. Er moderierte seine Songs in glasklarem Englisch mit einzelnen deutschen Vokabeln und wurde sogar politisch. Brexit? Nein, danke. Er habe nicht dafür gestimmt und freue sich deshalb ganz besonders, im Moment deutsche Städte im Zuge seiner Tournee bereisen zu können.

Auch seine Liedtexte waren sehr gut zu verstehen: „Good night, Baby Blue – close your eyes – stars are watching over you“, so sein Schlusslied, für seinen Freund Lugerth vorgetragen. Eine Freundschaft, die schon sechs Jahre besteht, so dass man sich auf weitere Auftritte in Celle freuen darf, denn „einem Freund kann man nichts abschlagen“.

Und so wie der Abend begonnen hatte, nämlich mit Schülern des HBG, so endete er auch. Jendrik Hauschildt verlieh nach einem Stück von Frank Sinatra „Fly Me to the Moon“ seiner Bewunderung für Ed Sheeran Ausdruck mit „I see fire“ (aus dem Film „The Hobbit“) oder „Photograph“. Zum Abschluss zwei selbst geschriebene Lieder von und mit Cynthia Dahlke und noch einmal Hardy Lugerth mit seinem Lied „Die Katze konnte nichts dafür“ über die Ereignisse in der damaligen DDR.

Von Kirsten Pröve-May

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