TuS Unterlüß

Verein rückt näher zusammen

Dem TuS Unterlüß ist von ehemals drei Sportstätten nur noch eine geblieben. Der Umzug sollte bereits in vollem Gange sein – wenn Corona nicht wäre.

  • Von Svenja Inken Gajek
  • 22. Jan 2021 | 19:34 Uhr
  • 04. Jul 2022
  • Von Svenja Inken Gajek
  • 22. Jan 2021 | 19:34 Uhr
  • 04. Jul 2022
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Unterlüß.

Eine Ära ist zu Ende gegangen – der TuS Unterlüß hat Ende vergangenen Jahres den Sportplatz Hohenrieth aus Kostengründen aufgegeben und konzentriert seine sportlichen Aktivitäten im Dr.-August-Biermann-Stadion am Hochwald. "Corona stoppt im Moment den Umzug des Sportheim-Inventars", erklärt Fußballspartenleiter Reiner Vögt. "Mal schauen, wann es endlich weitergeht."

Wer war August Biermann?

Ursprünglich verfügte der Verein sogar über drei Sportstätten. Der alte Platz in der Mitte des Ortes wird allerdings schon seit vielen Jahren nicht mehr betrieben. Nach Rückgabe des Sportplatzes Hohenrieth an die Firma Rheinmetall bleibt dem TuS noch das Stadion, das 2014 seinen heutigen Namen erhielt. August Biermann war ein bekannter Zahnarzt in Unterlüß und 14 Jahre lang Vorsitzender des Vereins. Hauptnutzer des Stadions sind die Fußballer, die LG Unterlüß/Faßberg/Oldendorf (UFO) und die Bogenschützen.

Mehr als nur das Standard-Angebot

Ehemalige Mitglieder der zwei Vorgänger-Vereine gründeten 1946 den TuS Unterlüß. Das damals entworfene Vereinsabzeichen wurde bis heute in seiner Form beibehalten. 1948 kam es zur Gründung der Fußballsparte. Zurzeit bietet der Verein 13 Sparten an, darunter eher ausgefallene Sportarten wie Line Dance und Calisthenics, eine Mischung aus Intervalltraining und Eigengewichtsübungen. Der TuS hat über 450 Mitglieder.

Jubiläumsfeier auf der Kippe

Als Highlights sollen in diesem Jahr die HSV-Fußballschule den Verein besuchen und der 75. Geburtstag des TuS gefeiert werden. "Natürlich ist das aufgrund der aktuellen Situation alles nicht sicher", so Vögt. "Der Vorstand plant mit und ohne Corona. Jetzt müssen wir erstmal den Umzug schaffen." Es gibt noch viele Ideen für den Platz, zum Beispiel das Errichten einer Ausschankhütte, damit die Zuschauer Bier und Bratwurst während der Spiele genießen können.

Schnelle Bahn und Allzweckplatz

Die Laufbahn sticht aus der Einrichtung des Areals hervor, denn sie ist mit einem speziellen Belag versehen, der die Sportler besonders schnell laufen lassen soll. Da die Bahn schon etwas Moos angesetzt hat, muss sie dringend gereinigt werden. Das Verfahren kann gut und gerne 5000 Euro kosten. Außerdem gibt es auf dem Gelände zwei Sprunggruben und eine Hochsprunganlage. Neben der Bahn liegt etwas abseitig ein kleiner Tartanplatz, der unterschiedlich genutzt wird.

Automatische Beregnung für neuen Rasen

Der Platz liegt in diesen Tagen im Winterschlaf. Da der Rasen im Laufe der Zeit tiefe Löcher bekommen hatte, wurde er von einer Fachfirma im vergangenen Jahr komplett neu eingesät. Eine Beregnungsanlage versorgt das wertvolle Grün mit Wasser. Die Stelle des Platzwartes war lange vakant. Doch schließlich fand sich im Ort jemand, der diese Aufgabe in Zukunft übernimmt.

Sanierung erforderlich

Vier Umkleidekabinen und zwei Duschräume gibt es auf dem Gelände am Hochwald. Die Sanitäranlagen sind schon etwas in die Jahre gekommen. Insgesamt 1,224 Millionen Euro will die Gemeinde Südheide dieses Jahr in die Sanierung der Umkleiden im Dr.-August-Biermann-Stadion und der Sporthalle der Grundschule Hermannsburg investieren.

Ein Bus für alle Sparten

Der TuS Unterlüß hat drei Garagen zur Verfügung. Dort lagert die Ausrüstung der Sparten, die den Platz nutzen – Hürden, Abkreidemaschinen und sonstiges Equipment. Außerdem gibt es einen Vereinsbus. Wer ihn benötigt, sagt einfach Bescheid. Momentan steht er jedoch wegen der ausfallenden Spiele ständig auf dem Gelände. Ab und zu wird der Motor angelassen, damit die Batterie sich nicht entlädt. Zweimal im Jahr gibt es eine große Aufräumaktion. Alle Sparten bringen dann gemeinsam das Areal auf Vordermann.

Hier geht es zur Anlage

Von Westen kommend erreicht man Unterlüß über die Hermannsburger Straße, von Südosten kommend über die Müdener Straße. Aus dem Norden führt der Weg ebenfalls über die Müdener Straße oder die Neuensothriether Straße. Im südlichen Teil des Ortes geht es über die Straße "Am Wasserwerk" und im nördlichen Teil über die "Neue Straße" auf den Altensothriethweg und dann auf die Straße "Am Hochwald". Vor dem Schwimmbad sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Die Sportstätte liegt direkt daneben.