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Thema Schulentlassungen

Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft Celle hat seine Abiturienten entlassen

16:51 16.07.2021
Von Andreas Babel
Die Jahrgangsbesten des Beruflichen Gymnasiums Technik in Celle, Eric Pollmann und Johanna Walter, gemeinsam mit BBS-2-Abteilungsleiter René Reimold.
Die Jahrgangsbesten des Beruflichen Gymnasiums Technik in Celle, Eric Pollmann und Johanna Walter, gemeinsam mit BBS-2-Abteilungsleiter René Reimold. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

„Wie könnte die Geschichte dieses Jahres lauten?“ Dies war einer der Leitgedanken, mit denen die Axel-Bruns-Schule ihre Abiturienten an einem Abend entließ, der mit Masken und Abstand immer noch die Spuren eines besonderen Jahrgangs aufwies. In einem Film „Abikadabra – Die finale dritte Staffel: In der Pandemie hilft nicht einmal Magie!“ (so auch das Abi-Motto), wurde sogar der „Goldene Axel“ verliehen(auch zu sehen auf Youtube). Patrick Sonnenberg, Klassenlehrer der BGT18A und Urheber, betonte aber auch, dass Verlass auf diese jungen Menschen sei: gesellschaftlich und persönlich.

René Reimold, Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums Technik (BGT), machte deutlich, dass die tollen Abiturergebnisse ein Traum für die Absolventen seien, aber auch ein Traum von Legitimität für die Schule. Dennoch spiegelten die Zahlen nur einen Bruchteil wider: Diese Jugendlichen sind viel facettenreicher, viel tiefgründiger, als eine Handvoll Zahlen zum Ausdruck bringen kann. Die sozialen, kommunikativen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen reichen weit darüber hinaus. Heute sehe man sie an einem Punkt angelangt, Rollenmuster und Herrschaftsstrukturen kritisch zu hinterfragen, gemeinsame Lebensräume zu gestalten und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Die Jahrgangs- und Klassensprecher Christopher Mechler, Lea Beitlich und Marvin Lange zeigten humorvoll in ihren beiden Reden, dass sie mit vielen schönen Erinnerungen die Schule verlassen, die nicht nur ihre Intelligenz, sondern auch ihre Persönlichkeiten geprägt habe, angefangen bei der Kennlern-Radtour nach Wolfsburg in Klasse 11, über die Klassenfahrt in der Zwölften nach Amsterdam und York, die Fahrt nach Berlin und nicht zuletzt auch die Unterrichtsstunden – sei es in Präsenz oder Distanz. „Es war eine Ära der Neugierde, des Zusammenwachsens, der Trauer, mit Höhen und Tiefen und mit ganz viel Spaß!“

Doch einer fehlte und wird für immer schmerzlich in diesem Kreise vermisst: Der Schüler, der im vergangenen Jahr durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen wurde und der bei allen einen Platz im Herzen behält.

Diese letzte Staffel hatte es in sich. Diese Jugendlichen haben das Ding gerockt. Die Lehrenden dankten ihnen: Für ihre Energie und ihren Enthusiasmus, für ihren Unmut und ihre Kritik – für drei Jahre pralles Leben! Und dafür haben sie sich einen gewaltigen Applaus verdient.

Für die gefühlvolle musikalische Untermalung mit Klavier und Gesang sorgten Vincent Kühn und Mia Bazooband.

Und das sind die Jahrgangsbesten: Eine der besten Abiturzeunisse hat Johanna Walter aus Winsen in der Tasche. Ihr Plan sieht vor, an der Leibniz Universität in Hannover Chemie und Mathe zu studieren. Sie möchte nach dem Studium fertig als Gymnasiallehrerin an einem Gymnasium unterrichten. Ihre Hobbys sind vor allem Handarbeiten, von Stricken über Häkeln bis hin zu Nähen. „Ich bastele aber auch ganz gerne, vor allem mit Holz. Außerdem lese ich viel und zeichne gerne“, erzählt Johanna Walter.

Auf die Frage, wo sie sich im Jahr 2041 sieht, antwortet die Abiturientin: „Beruflich sehe ich mich in 20 Jahren in einem Gymnasium viele Schüler unterrichten. Privat hingegen denke ich, werde ich vielleicht verheiratet sein und Kinder haben. Was unsere Umwelt betrifft, so hoffe ich, dass wir in den 20 Jahren Lösungen gefunden haben, die verhindern, dass wir unsere Umwelt weiter zerstören.“

Auch Eric Vollmann gehört zu den Jahrgangsbesten des Beruflichen Gymnasiums Technik. Der 19 Jährige lebt in Wienhausen. Er beginnt schon Ende dieses Monats ein Duales Studium im Bereich Maschinenbau bei dem Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmen Dräger in Lübeck. Er möchte Maschinenbauingeneur werden, am liebsten als Abteilungsleiter der Entwicklung.

Als Hobbys gibt er an „Musik in Nienhagen bei Blue Diamonds machen und trainieren gehen“. Er bedauert es, das die Abschlussfahrt nach Kroatien wegen der Coronapandemie ausfallen musste. Und wo sieht er sich im Jahr 2041?: „Ich sehe mich mit einem abgeschlossenen Master of Science in einer Führungsposition wahrscheinlich bei Dräger. Hier versuche ich das Leben aller durch unsere Erfindungen zu schützen. Privat werde ich gucken, was sich so ergibt. Im Idealfall habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits eine Familie gegründet.“

Das sind die Absolventen:

Lars Behm,
Björn Babel,
Lea Beitlich,
Anton Bieber,
Jason Bitz,
Melanie Brenneke,
Eric Bühren,
Ruben Burkowski,
Marvin Czerwinsky,
Timm Erxlebe,
Joost Glende,
Leon Herrmann,
Michel Hoppenstedt,
Tabea Huget,
Leander Koschnick,
Marvin Lange,
Sven Lehne,
Christopher Mechler,
Marcel Miller,
Lisa-Marina Moravec,
Vincent Nedeljko,
Eric Petersen,
Yannick Pieper,
Michelle Pleick,
Eric Pollmann,
Lara Sophia Rudolph,
Leon Rybakowski,
Vincent Schäfers,
Niko Schmalz,
Jannes-Elias Schul,
Jan-Edo Timmermann,
Mia Carolina Vansbotter,
Johanna Walter,
Jakob Wiebe,
Emma Ziem.

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