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Ferienpass Bogenschützen im Waldparcours
Thema Ferienpass Bogenschützen im Waldparcours
16:01 09.08.2019
Bogenschießen ist nicht so einfach. Diese Erfahrung machten sieben Kinder bei der Ferienpassaktion in Wienhausen.
Bogenschießen ist nicht so einfach. Diese Erfahrung machten sieben Kinder bei der Ferienpassaktion in Wienhausen. Quelle: Marie Schiller
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Wienhausen

Zusammen mit den Jugendpflegern Mirko Röker und Heike Moch machen sich die Kinder auf den Weg nach ARTchers Lake bei Sassenburg.

Waldparcours wird erkundet

Bevor es losgehen kann, muss die Ausrüstung angelegt werden. Ein Ellenbogenschutz am linken Arm und ein Sehnenfingerschutz um die mittleren drei Finger der rechten Hand. Während die andere Gruppe nach der gemütlichen Mittagspause am See den Parcours am Wasser auf sich nimmt, erkundet Röker mit vier Jungs den Waldparcours.

Zwischen den Bäumen warten Ziele

Über Stock und Stein folgt die Truppe den aufgestellten Pflöcken, die den Weg markieren. Zwischen den Bäumen wartet auch schon das erste Ziel. Es ist eine Vogelfigur, die aus einem Spezialschaum gebaut wurde. Melvin stellt sich seitlich an die Schusslinie, zieht einen von seinen drei Pfeilen aus dem Köcher und legt ihn auf den Bogen. Einmal tief Luft holen. Melvin zieht die Sehne nach hinten bis zum Mundwinkel. Konzentration und Schuss. Klock. Der Pfeil steckt im Ziel.

„Das macht richtig Spaß"

Um das Ganze noch ein bisschen schwieriger zu machen, zieht der Jugendpfleger an einer Schnur und bewegt so die Vogelattrappe. „Ich habe mir zuhause mal selbst einen Bogen gebaut“, erzählt Melvin, während er seinen letzten Pfeil zum Schuss ansetzt, „in einen schmalen Ast habe ich Löcher gemacht und eine Schnur gespannt. Mit gesammelten Stöcken habe ich dann etwas im Garten gespielt.“ Der professionelle Recurve-Bogen, den der Neunjährige jetzt in der Hand hat, funktioniert aber viel besser als sein selbstgebauter. „Das macht richtig Spaß und geht viel einfacher“, sagt Melvin.

„Das Bogenschießen wird auch zu therapeutischen Zwecken genutzt“, erklärt Mirko Röker. „Hyperaktive Kinder lernen dabei, sich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Das müssen sie beim Bogenschießen auch, denn ansonsten würden sie niemals das Ziel treffen.“

Schießen mit dem langen Bogen nicht einfach

Dass das Schießen mit dem langen Bogen gar nicht so einfach ist, merken die Kinder schnell. Schon allein den Pfeil ordentlich im Bogen zu spannen, ist eine Kunst. Dann noch genug Kraft aufzubringen, die Sehen zu spannen, den Bogen ruhig zu halten und haargenau zu zielen – das macht einen Profi aus. Manchmal fliegt ein Pfeil über das Ziel hinaus, bleibt vor ihm im Boden stecken oder trifft einen Baum. Dann heißt es: suchen. Die grell orangenen Spitzen sind aber zum Glück im Wald nicht zu übersehen. (msc)

Von Marie Schiller

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