Graffiti-Workshop

So entstehen kreative Werke aus der Spraydose

Kreativität ist gefragt: In einem Workshop in Wietzenbruch haben Kinder gelernt, wie man ein Graffiti gestaltet. Das zeigte ihnen der Künstler Jörg Pippirs.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Aug. 2019 | 18:15 Uhr
  • 04. Juli 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Aug. 2019 | 18:15 Uhr
  • 04. Juli 2022
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Wietzenbruch.

Sprühst du vor Kreativität? Zwölf Nachwuchskünstler im Alter von 11 bis 14 Jahren haben an einem Graffiti-Workshop unter professioneller Anleitung im Jugendtreff Wietzenbruch teilgenommen. Der Celler Künstler Jörg „Artes“ Pippirs ist Graffiti-Künstler und weihte die Jugendlichen in diese ganz eigene „Szene“ ein.

Von der Subkultur zur Kunst

Und so erhielten die Zuhörer zunächst einen Einblick in die einfachen, aber unverzichtbaren Regeln des Sprayens. „Was ist das denn für eine Schmiererei? Solche Sätze hört man noch heute. Einst war Graffiti ausschließlich Subkultur, heute ist es Kunst und wird regelmäßig in Workshops gelehrt. Aber, Graffitis sprayen ist nur dann cool, wenn es nicht illegal auf Wänden oder Zügen passiert, sondern mit Erlaubnis“, so Pippirs. Mit Erlaubnis sollten am Ende eigens entwickelte Graffitis gesprüht werden. Zuvor galt es, eigene Entwürfe zu erstellen. In Anlehnung an Vorlagen aus Magazinen und Anregungen durch Pippirs, entstanden nach und nach viele unterschiedliche Skizzen.

Graffitis sollen auffallen

So sind es einzelne unlesbare Buchstaben, fantasievolle Abbildungen oder eigens erschaffene Wörter, die als Grundlage für die künstlerischen Werke sein sollten. „Graffitis sollen auffallen. Ob Bild oder Buchstaben – Komplexität, Farben, gewagte Gestaltung, starke Kontraste – diese Instrumente sollen genutzt werden, um dem Graffiti Charakter zu geben,“ inspiriert Pippirs die Jugendlichen.

Knallige, bunte Bilder

Während immer mehr Schriftzüge entstanden, die Bilder bunter und knalliger wurden, nach und nach jeder eine neue Idee hatte, ging Jörg durch die Reihen und war erstaunt, wie schnell die Teilnehmer sich in die „Welt des Sprayen“ einfanden.

Mit Kittel und Atemschutz

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann los. Es wurde gesprayt, was das Zeug hielt. Ein Kittel zum Schutz vor Farbe und eine Atemschutzmaske wurden angelegt, alle machten erste Erfahrungen mit der Sprühdose in der Hand.

Gemeinsam wurden Motive überlegt, dann war die Schonfrist für die Jugendlichen vorbei. Unter Aufsicht von Jörg Pippirs wurde ein erstes Graffiti-Kunstwerk aus dem Ärmel geschüttelt. Alle Teilnehmer waren schon jetzt sehr stolz auf sich.

Von Denise Prier

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