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Sport überregional Darts-WM: Wright besiegt West - Emotionaler Portela-Sieg
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Turnier in London : Darts-WM: Wright besiegt West - Emotionaler Portela-Sieg

02:07 16.12.2020
Verkleidet als «Grinch» startete Titelverteidiger Peter Wright in die Darts-WM. Foto: Kieran Cleeves/PA Wire/dpa
Verkleidet als «Grinch» startete Titelverteidiger Peter Wright in die Darts-WM. Foto: Kieran Cleeves/PA Wire/dpa Quelle: Kieran Cleeves
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LONDON

London (dpa) - Mit einer furiosen Darts-Gala und verkleidet als «Grinch» hat Titelverteidiger Peter Wright die WM in London eröffnet.

Der 50 Jahre alte Schotte bot am Dienstagabend zum Start des Turniers eine beeindruckende Show, als er ganz in grün auf die Bühne tanzte und im Anschluss den Engländer Steve West mit 3:1 besiegte. «Snakebite» Wright begeisterte damit auch die knapp 1000 Zuschauer, die zum Auftakt im Alexandra Palace erlaubt waren.

Indes war Diogo Portela war vollkommen am Ende. Nach seinem ersten Sieg bei einer WM brach der 32 Jahre alte Brasilianer noch auf der Bühne des Alexandra Palace in Tränen aus. «Mein Privatleben war ein Alptraum. Dieser Lockdown war nicht gut für mich. Ich habe so viele Leute verloren», sagte Portela im Interview bei Sky Sports, nachdem er den englischen Routinier Steve Beaton mit 3:0 besiegt hatte. Auch am Mikrofon kamen ihm wieder die Tränen.

«Ich habe darüber nachgedacht, mit Darts aufzuhören», schilderte Portela die Umstände, die das Corona-Jahr 2020 für ihn besonders erschwerten. «Das war ein Sieg für mich selbst und für niemanden anders», sagte er nach dem Überraschungscoup vor knapp 1000 Fans im Norden Londons. «Ich kann immer noch mithalten.»

Der Südamerikaner war in den vergangenen drei Jahren stets in der ersten Runde rausgeflogen. Nun trifft er in der zweiten Runde auf Englands Mitfavoriten Glen Durrant.

Der Weltverband PDC hatte zunächst trotz der Corona-Pandemie die Genehmigung erhalten, um in allen 28 Sessions 1000 Fans einzulassen. Am Montagabend untersagte dies die britische Regierung aufgrund zu hoher Zahlen, allerdings erst ab Mittwoch.

Im «Ally Pally» waren am Dienstagabend nicht alle 1000 Plätze besetzt. Kostüme und Gesänge waren verboten, stattdessen wurden Gesänge vom Band eingespielt. Erlaubt wurde den Fans der Konsum von Bier am Platz sowie das Zeigen von Pappschildern mit der Höchstpunktzahl 180.

© dpa-infocom, dpa:201215-99-706257/7