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Eishockey : Nach historisch schwachem Start: Kanada triumphiert bei WM

22:11 06.06.2021
Kanadas Maxime Comtois (l) feiert nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa
Kanadas Maxime Comtois (l) feiert nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa Quelle: Jussi Nukari
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Riga (dpa) - Ein historisch schwacher WM-Start hat die Eishockey-Auswahl Kanadas nicht von einem goldenen Happy End abgehalten.

Nach der anfangs schlechten Vorrunde krönte sich Kanada in Riga mit einem spannenden 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Finnland zum 27. Mal zum Weltmeister. Damit schlossen die Kanadier zu Rekordchampion Russland auf.

Die beiden NHL-Stürmer Maxime Comtois (25. Minute) und Adam Henrique (53.) von den Anaheim Ducks glichen zweimal einen Rückstand aus. In der Overtime führte Nick Paul von den Ottawa Senators die Kanadier zur Goldmedaille und verhinderte den vierten WM-Titel der Finnen. Für das Suomi-Team waren die Tore von Mikael Ruohomaa (9.) und Petteri Lindbohm (46.) zu wenig, um einen Tag nach ihrem knappen Halbfinal-Erfolg über Deutschland den Titel von 2019 zu verteidigen.

Kanada revanchierte sich bei der Final-Neuauflage damit auch für die Niederlage von vor zwei Jahren in der Slowakei (1:3). 2020 war das Turnier aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausgefallen. Letztmals zuvor hatte sich Kanada 2016 den WM-Titel gesichert, damals ebenfalls gegen Finnland.

Diesmal war zum Auftakt des Turniers eher mit einem sensationellen Vorrunden-Aus der Nordamerikaner gerechnet worden als mit dem nächsten WM-Titel. Dreimal hatte die junge Auswahl überraschend verloren, auch mit 1:3 gegen Deutschland den Kürzeren gezogen. Erst danach steigerte sich der Weltranglistenersten, kam aber nur dank des deutschen 2:1 gegen Lettland überhaupt ins Viertelfinale.

Nach dem Rückstand im Endspiel gegen die defensivstarken Finnen nutzten die Kanadier zweimal Überzahlsituationen zum Ausgleich. Ein vermeintlicher Treffer für das Mutterland des Eishockeys von Henrique, der für eine 2:1-Führung gesorgt hätte, wurde nach einem Videobeweis nicht anerkannt. Schon in der Vorrunde hatten sich beide Finalisten ein knappes Duell geliefert, auch dabei hatte es nach der regulären Spielzeit 2:2 gestanden. Finnland hatte dann im Penaltyschießen gewonnen.

© dpa-infocom, dpa:210606-99-887299/3