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Wassersport Laguna, Lolli und Sumy unterwegs nach Namibia
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Celler Ruderclub Ernestinum-Hölty spendet drei Boote für Namibia

16:21 25.02.2021
Von Heiko Hartung
Die Boote des Ruderclubs Ernestinum-Hölty Celle wurden am Bootshaus am Herzog-Ernst-Ring aufgeladen.
Die Boote des Ruderclubs Ernestinum-Hölty Celle wurden am Bootshaus am Herzog-Ernst-Ring aufgeladen.
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Celle

Rudern ist in Namibia nicht gerade Volkssport Nummer eins. In dem Land im Südwesten Afrikas wird eher Rugby gespielt. Eine bundesweite Spendenaktion soll dem jungen namibischen Rudersport deshalb einen Anschub geben. Der Ruderclub Ernestinum-Hölty (RCEH) Celle beteiligt sich und steuert drei Boote sowie Ersatzmaterial bei. „Das Equipment wird gerade auf dem Seeweg verschifft. Wir wünschen den neuen Kameraden viel Freude, Riemen- und Dollenbruch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“, sagt der 2. Vorsitzende Niklas Gruber.

Das größte Schiff und das kleinste Boot Namibias sind im Hafenbecken von Walvis Bay zu finden.

Rudern im Hafenbecken

Vor einem Jahr hatte sich Lea Wilk aus Waltrop (Nordrhein-Westfalen), die zu der Zeit ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Schule im namibischen Walvis Bay leistete, an die deutsche Rudergemeinschaft gewandt. Ihre Absicht: Namibische Schulkinder für den Rudersport zu begeistern. „Dazu müssen die Kinder allerdings erst einmal schwimmen lernen“, weiß Gruber. So eröffnete die Deutsche nach Windhoek mit Walvis Bay einen zweiten Stützpunkt für dieses Projekt, welches in der Küstenstadt unter der Schirmherrschaft der namibischen Marine steht. Diese fungiert im Rahmen der dienstlichen Ertüchtigung als Keimzelle des Projektes. „Die Marinesoldaten erlernen das Rudern und sollen im weiteren Verlauf die Betreuung von Anfängern und insbesondere von Kindern übernehmen“, erklärt der 33-Jährige. Gerudert wird im Bereich des Marinestützpunktes, sprich im Hafenbecken von Walvis Bay in unmittelbarer Nähe zum offenen Meer.

Der Rudersport steckt in Namibia noch in den Kinderschuhen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt

Celler Boote sind mehr als 30 Jahre alt

Um den Rudersport zu fördern, stellten neun deutsche Vereine ausgedientes, aber voll funktionstüchtiges Material zur Verfügung. Der RCEH steuerte den Zweier "Laguna" und die beiden Einer "Lolli" und "Sumy" bei. „Die Boote sind mehr als 30 Jahre alt und wurden von uns zuletzt von Anfängern genutzt. Wir freuen uns, dass wir die Initiative der Ruderpioniere unterstützen können“, so Gruber.

Per Bootstrailer zum Hamburger Hafen

Ein Ehepaar aus München übernahm die Aufgabe, innerhalb von drei Tagen die beteiligten Vereine abzufahren, das Material auf ihren Bootstrailer zu laden und in den Hamburger Hafen zu bringen. Dabei machten sie auch in Celle Station. Die Verschiffung per Container finanziert sich aus Spenden und über den Deutschen Ruderverband.