Wildwassersprint

Celler Kanuten bestätigen ihre gute Form

Die Celler Kanuten haben beim Sömmerdaer Wildwassersprint erneut etliche Siege eingefahren. Ärger gibt es jedoch um den Lachte-Abfahrtslauf, der ausfallen muss.

  • Von Heiko Hartung
  • 21. Sept. 2021 | 10:32 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Heiko Hartung
  • 21. Sept. 2021 | 10:32 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Nur eine Woche nach ihren Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften hat sich das Wildwasserrennsportteam der Kanu-Gesellschaft Celle beim Ranglistensprint auf dem Wildwasserkanal in Sömmerda erneut in hervorragender Verfassung gezeigt. Alina Zimmer, Tom Koschel, Nelson Wasilweski und Olaf von Hartz paddelten zum Sieg. Altmeister von Hartz sowie Lisbeth Antons und Janina Waitz holten dazu noch Bronzemedaillen.

Wasilewski wird Favoritenrolle gerecht

Im Rennen der Schüler A wurde Nelson Wasilewski seiner Rolle als haushoher Favorit gerecht. Mit zwei schnellen Läufen holte sich der frisch gebackene zweifache Deutsche Meister souverän den Sieg in Sömmerda. Tom Koschel bleibt bei der männlichen Jugend KI in der Erfolgsspur. Bereits im ersten Versuch verwies er den amtierenden Deutschen Vizemeister auf Platz zwei, auch im zweiten Lauf ging der Sieg nach Celle.

Zimmer im zweiten Lauf unschlagbar

Im Feld der Juniorinnen schien sich zunächst die Reihung der Deutschen Meisterschaft zu wiederholen: Nach dem ersten Lauf lag Alina Zimmer hinter der Sprintspezialistin Anne Jäger (Fulda) auf Platz zwei. Doch dann legte die Celler Erfolgskanutin im zweiten Versuch eine unglaubliche Zeit vor, an der keine Konkurrentin auch nur annähernd herankam. Janina Waitz zeigte im gleichen Rennen zwei technisch gute Läufe, die am Ende für den dritten Podestplatz reichten.

Antons steigert sich auf Platz drei

Lisbeth Antons überzeugte im ersten Lauf noch nicht so recht, steigerte sich im zweiten Durchgang deutlich und fuhr mit geringem Rückstand als Dritte ins Ziel. Zusammen mit Nelson Wasilewski und Tom Koschel belegte sie im Rennen der KI Jugend/Junioren-Teams Rang fünf.

Von Hartz findet zu alter Stärke zurück

Auch Altmeister Olaf von Hartz hatte anfangs Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen. Im zweiten Lauf fand er dann zu alter Stärke zurück, fuhr gleich rund drei Sekunden schneller und holte damit als schnellster Fahrer der Gruppe C im gemeinsamen Feld der Masters KI die Bronzemedaille. Im Rennen der KI Herren-Mannschaften legte von Hartz noch eine Schippe drauf und führte das Team des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachen mit Florian Wasilewski (Hannover) und Henning Schult (Northeim) zu einem souveränen Sieg.

Aus für Lachte-Abfahrtslauf

Nach der Absage des Saisonfinales auf Prüm und Sauer hat auch das Ausrichterteam der Kanu-Gesellschaft Celle mit neuen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nachdem überraschend für die Strecke des traditionellen Lachte-Abfahrtslaufes ein Umwelt-Verträglichkeitsgutachten gefordert wurde, das in der Kürze der Zeit nicht beizubringen ist, werden die Norddeutschen Meisterschaften statt in Celle auf der Oker in Braunschweig stattfinden. Organisationsleiter von Hartz hat wenig Verständnis für die Forderung der Behörden: „Fast sechs Jahrzehnte lang haben die Kanuten bewiesen, dass sie auf der Lachte Wettkämpfe im Einklang mit der Natur durchführen können“, sagt von Hartz. Bei der Deutschen Meisterschaft in Kärnten seien die Kanuten für ihr vorbildliches Verhalten in der Natur ausdrücklich gelobt worden. „Trotzdem werden in Celle seit langem bestehende Verordnungen nun plötzlich immer mehr zum Nachteil der Kanuten ausgelegt. Das ist den betroffenen Sportlern kaum zu vermitteln“, macht von Hartz aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.