Deutsche Meisterschaften

Ruder-Triumphe auf dem Baldeneysee

Nach der geschafften EM-Qualifikation hat die Celler Top-Rudererin Stina Röbbecke die nächsten Erfolge gefeiert.

  • Von Uwe Meier
  • 02. Juli 2021 | 12:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Uwe Meier
  • 02. Juli 2021 | 12:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Essen.

So darf die Saison für Stina Röbbecke ruhig weitergehen: Nur drei Wochen, nachdem sie die WM-Nominierung für den deutschen U23-Achter geschafft hatte, bestätigte die 20-Jährige vom Celler Ruderverein (CRV) ihre gute Form. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) der Altersklassen U17, U19 und U23 auf dem Baldeneysee in Essen sicherte sie sich im Achter und Vierer ohne Steuermann gleich zwei Titel.

Nach zwei Titelgewinnen peinlich berührt

War der Erfolg im Achter, der in der gleichen Besetzung in der kommenden Woche bei der U23-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice an den Start gehen wird, zu erwarten, so kam der zweite Sieg für Röbbecke überraschend. Immerhin wurde dabei der WM-Vierer auf Platz zwei verwiesen. „Wir wussten, dass wir sie ärgern können“, sagte die Cellerin, aber den U23-Nationalteamkolleginnen kurz vor dem WM einen Titel genommen zu haben, „sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge".

Neun Celler Ruderer unter 1300 Teilnehmern

Unter den 1300 Ruderern, die bei den Titelkämpfen an den Start gingen, waren neben Röbbecke weitere Athleten der Celler Vereine Hermann Billung und CRV am Start. Auch wenn es für sie keine weiteren Podestplätze gab, hinterließen sie einen guten Eindruck. „Die waren nach fast zweijähriger Wettkampfpause glücklich, sich endlich mal wieder auf dem Wasser vergleichen zu können“, so Landestrainer Klaus Scheerschmidt.

Juniorinnen-Doppelzweier erfüllt taktische Aufgaben

In der Altersklasse U19 starteten Jana Blunck und Selina Rost (beide CRV) im Leichtgewichts-Juniorinnen-Doppelzweier A. Für beide Ruderinnen war es ihre erste Teilnahme an einer DJM und der erste Regattastart seit 2019 überhaupt. Mit dem dritten Platz im Hoffnungslauf, dem Erreichen des Halbfinales sowie dem Umsetzen der taktischen Aufgaben in den Rennen erfüllten beide ihr Soll und belegten am Ende Rang zwölf.

Ebenfalls in der Altersklasse U19 startete Pauline Ricker (Hermann Billung Celle) im Juniorinnen-Zweier ohne Steuermann. Zusammen mit ihrer Partnerin Caroline Hellbach aus Hannover kämpfte sich die Schülerin des Sportinternats Hannover bis ins A-Finale und belegte dort den sechsten Platz.

Celler Doppelvierer rudert auf Rang zwölf

Mit einem Leichtgewichts-Junioren-Doppelvierer mit Steuermann startete außerdem ein reines Vereinsboot vom Hermann Billung Celle. Auch diese Mannschaft mit Tim Abraham, Ole Ahlvers, Can Firker, Percy Cox und Steuermann Niclas Hochtritt qualifizierte sich über Vor- und Hoffnungslauf für die Halbfinals. Den Sprung ins A-Finale verpasste das Team und ruderte auf Rang zwölf.

Zehntelsekunden entscheiden über Finaleinzug

Für die spannendsten Rennen der Regatta sorgte der Junioren-Doppelvierer mit Steuermann der Altersklasse U17 mit den beiden CRV-Ruderern Leo Bartels und Emil Scheerschmidt. Zusammen mit Justus Bormann (Lüneburg), Ledian Djekovic (Hannoversch Münden) und Steuermann Maxi Baukmeyer (Hameln) erreichte die Mannschaft mit einem souveränen Sieg im Hoffnungslauf das Halbfinale. In diesem passierten die Boote auf den Plätzen zwei, drei und vier innerhalb von 0,3 Sekunden die Ziellinie. Dabei verpasste die Mannschaft aus Niedersachsen mit Platz drei den Einzug ins A-Finale. „Im Ziel hatten sie zwar die höchste Bootsgeschwindigkeit, aber sie haben den Endspurt vielleicht etwas zu spät angesetzt“, meint Landestrainer Klaus Scheerschmidt. „Das war Pech. Aber so ist nun einmal der Sport.“

Im B-Finale wurde es erneut spannend: Am Ende fehlten der Crew von Stützpunkttrainerin Larissa Vent (Lüneburg) 0,07 Sekunden zum Sieg.