Tischtennis-Regionalliga

TuS Celle 92 peilt Aufstieg in die 3. Liga an

Der TuS Celle 92 setzt voll auf Angriff. Mit neuer Nummer eins und neuem Teammanager soll es in die 3. Liga gehen.

  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Jun 2022 | 11:00 Uhr
  • 22. Jun 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Jun 2022 | 11:00 Uhr
  • 22. Jun 2022
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Celle.

Zwei Jahre ist es her, dass sich die Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 aus finanziellen Gründen freiwillig aus der 2. Bundesliga zurückgezogen haben. Nach dem erfolgreichen Neustart in der Regionalliga und dem dritten Platz in dieser Saison soll es in der kommenden Spielzeit nun wieder nach oben gehen – in die 3. Liga. „Wir wollen wieder angreifen. Unser Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Dafür stellen wir gerade die Weichen“, erklärt der neue Teammanager Jens Rothert-Schnell.

Den ersten Coup haben die Celler bereits gelandet. Die Blau-Gelben verpflichteten Rajat Hubli als neue Nummer eins. Der Inder ist IT-Leiter und lebt in Berlin. Der Kontakt kam über den bisherigen Spitzenspieler Arne Hölter zustande, der ebenfalls in der Bundeshauptstadt wohnt. Hubli spielte jahrelang in Frankreich in der 3. Liga. „Rajat hat eine sehr attraktive Spielweise, vor allem hat er eine Riesenvorhand. Das ist eine echte Waffe. Die Rückhand ist sehr sicher, seine Aufschläge gefährlich“, beschreibt TuS-Trainer Marius Max (22) den 36-Jährigen.

Rothert-Schnell löst Lorenz ab

Neu in seiner Funktion ist Rothert-Schnell. Der 54-Jährige übernimmt das Amt vom bisherigen Teammanager Dieter Lorenz (80), der ihm und der Mannschaft aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht. Rothert-Schnell, der zuvor bereits unterstützend tätig war, ist im Celler Tischtennis eine bekannte Größe, für TuS 92 war der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer als Spieler zu früheren Regionalliga-Zeiten aktiv. „Wir wollen hier gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Ich bin sehr froh, dass Dieter weiterhin dabei ist und auch der Gesamtverein sowie die Abteilungsleitung uns voll unterstützen“, betont Rothert-Schnell.

Der Weg, mit Talenten möglichst aus der Umgebung zum Erfolg zu kommen, soll dabei weiter beschritten werden – trotz der Verpflichtung von Routinier Hubli. „Alle werden auf ihre Einsatzzeiten kommen. Wir legen großen Wert auf die Weiterentwicklung unserer Talente. Sie sollen ja auch in der 3. Liga mithalten können“, erläutert Rothert-Schnell.

Kevin Matthias einziger Abgang

Damit steht der Kader für die neue Regionalliga-Saison, die aller Voraussicht nach im September beginnen wird, fest. Nicht mehr dabei ist Kevin Matthias, der zurück zu seinem Heimatverein MTV Eintracht Bledeln wechselt und somit den Cellern als Gegner das Leben schwer machen will. Alle anderen Spieler sind geblieben.

Neben Hubli soll Arne Hölter im oberen Paarkreuz punkten. Mit dem 29-Jährigen ist vereinbart, dass er häufiger zum Einsatz kommen soll als in der aktuellen Spielzeit. Wenn Hubli und Hölter an die Platte gehen, rückt Jannik Xu (21) ins untere Paarkreuz und dürfte dort eine Bank sein. Auch Michael Khan Orhan (21) ist hier beinahe überqualifiziert. Bei Laurin Struß (18) hoffen die Verantwortlichen, dass er von den Erfahrungen aus dieser Saison profitieren wird und noch stabilere Leistungen bringen wird. Als sechster Spieler gehört „Altmeister“ Lukas Brinkop (32) weiterhin zum Kader der 92er. „Wir werden sicherlich auch rotieren. Auf jeden Fall haben wir eine schlagkräftige Truppe beisammen, die aufsteigen kann“, meint Coach Max.

Etat soll bei 25.000 bis 30.000 Euro liegen

Auf dem Weg nach oben sucht TuS 92 noch weitere Sponsoren. Der Etat soll bei rund 25.000 bis 30.000 Euro liegen. „Hier gibt es allerdings noch eine Lücke, die zu füllen ist. Wir hoffen daher noch auf weitere Unterstützer“, sagt Rothert-Schnell. Schließlich sind die Ziele ambitioniert.