Schützenverein Meißendorf

Effektiveres Training dank neuer Schießanlage

Heutzutage läuft vieles elektronisch. Der Schützenverein Meißendorf hat eine neue Scheibenanlage, die Papier überflüssig macht.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 20. Okt. 2021 | 12:40 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 20. Okt. 2021 | 12:40 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Meißendorf.

Die Zeiten, in denen noch alle Ergebnisse feinsäuberlich auf Papier festgehalten wurden, sind beim Schützenverein Meißendorf vorbei. Die Sommerpause wurde genutzt, um eine vollelektronische Scheibenanlage zu installieren. An sechs Luftgewehr- sowie zwei Kleinkaliberständen können die Mitglieder nun effektiver trainieren.

Beschaffung von Ersatzteilen nicht möglich

Die alte Schießanlage war vor rund 30 Jahren das letzte Mal komplett erneuert worden, Ausfälle von Motoren oder gerissene Zugseile häuften sich. Ersatzteile zu bekommen, war kaum noch möglich, weil diese nicht mehr hergestellt werden. „Es ist schwierig, die Leute zu aktivieren, wenn sämtliche Vereine um einen herum bereits elektronische Anlagen haben“, sagt Vorsitzender Roland Diemel. Daher kam der Vorstand dem Wunsch seiner Mitglieder nach und organisierte in der schießfreien Zeit den Umbau.

Korrekturen können sofort vorgenommen werden

Jetzt hat jeder Schütze einen eigenen Monitor, auf dem zuvor das Programm ausgewählt wird, das absolviert werden soll. Auf dem kleinen Bildschirm können Zwischenergebnisse jederzeit abgerufen werden, auch Durchschnittswerte werden automatisch berechnet. Zuvor war eine präzise Auswertung erst nach dem Abgeben aller Schüsse möglich. Jetzt wird jeder Treffer sofort angezeigt, Fehler können so bereits früh erkannt und Korrekturen sofort vorgenommen werden. „Diese schnelle Rückmeldung ist äußerst praktisch. Für mich persönlich ist das ein Anreiz, mich noch mehr verbessern zu wollen“, sagt Diemel.

Die Modernisierung bedeutete die größte Investition für den Verein in den vergangenen zwei Jahrzehnten. 24.000 Euro hat der Bau der elektronischen Scheibenanlage gekostet. „Ohne die Unterstützung einiger Förderer und unserem eigenen Engagement wäre dies alles nicht möglich gewesen“, bedankt sich Schießsportleiterin Petra-Wera zu Schaumburg-Lippe Diemel.

Sparkasse, Gemeinde und Landkreis als Förderer

Die Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg beteiligte sich mit rund 3600 Euro. Dirk Suhrkamp, Direktor der Region Celle, machte sich ein eigenes Bild von der Anlage: „Neben vielen anderen Bereichen hat auch der Schießsport pandemiebedingt keine einfache Zeit hinter sich. Die Meißendorfer Schützen haben eine tolle Arbeit geleistet. Ich bin überzeugt davon, dass dieses Engagement dazu führt, dass auch weiterhin Nachwuchs interessiert ist und nun doch besser gefördert werden kann.“ Weitere Förderer sind die Gemeinde Winsen und der Landkreis Celle. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei etwa 14.000 Euro.

Die neue Anlage wird von den 160 Mitgliedern bereits fleißig genutzt. Die Freude bei der Schießsportleiterin ist groß: „Ich bin überaus glücklich, dass wir diese große Projekt umsetzen konnten. Die neue Anlage bringt den gesamten Verein nach vorne und sorgt dafür, dass wir neben besseren Trainingsmöglichkeiten auch im Wettkampf zeitgemäß aufgestellt sind.“