Deutscher Polo-Meister

Mettwurst als Motivationshilfe für Celler Bosch

Mit haudünnem Vorsprung im Finale hat Maximilian Bosch vom Poloclub Rixförde mit seinem Team die Deutsche Meisterschaft gewonnen - mit Motivationshilfe.

  • Von Heiko Hartung
  • 14. Jun 2021 | 10:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
  • Von Heiko Hartung
  • 14. Jun 2021 | 10:00 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Rixförde.

„Das war am Ende eine richtig knappe Angelegenheit, aber wir haben es ins Ziel gebracht“, sagt Maximilian Bosch. Der Nationalspieler vom Poloclub Gut Rixförde ist erneut Deutscher Meister. Beim hochkarätig besetzten Turnier in Brandenburg setzte sich der 30-Jährige mit seinem Team „Berlinosos“ im Finale hauchdünn mit 6,5 zu 6 gegen das „Nordpack“ vom Hamburger Polo Club durch.

Wildmettwurst als Prämie

„Wir hatten einen sehr starken Gegner. Aber letztendlich haben wir herausragend im Team gespielt. Wir wussten, dass sich jeder auf den anderen verlassen kann. Wir sind überglücklich. Ein guter Saison-Auftakt“, freute sich Bosch und fügt augenzwinkernd hinzu: „Wir hatten kurz vor dem Start noch eine WhatsApp aus Rixförde erhalten, dass bei einem Sieg jeder eine Wildmettwurst von unserem Lieblingsfleischer aus Ovelgönne bekommt. Da mussten wir gewinnen.“

Meisterschaft vor Toren Berlins

Der Preußische Polo und Country Club hatte zu den 43. Nationalen Deutschen Meisterschaften im Medium Goal nach Phöben vor den Toren Berlins eingeladen. Sechs Mannschaften mit Spitzenspielern aus ganz Deutschland gingen an den Start. „In dieser mittleren Spielklasse tritt man in Teams mit etwas niedrigerem Handicap an“, erklärt Bosch den Unterschied zu High-Goal-Turnieren, wie im August auch wieder eines auf dem Rixförder Klubgelände stattfinden soll. Der deutsche Nationalspieler selbst gehörte mit einem Handicap von +3 zu den Topakteuren der dreitägigen Veranstaltung.

Erweiterter Favoritenkreis

Bosch, der auch Präsident des Poloclub Gut Rixförde ist, hatte sich mit Nico Wollenberg und Clarissa Marggraf (beide vom Preußischen Polo und Country Club Berlin-Brandenburg) und Alexander Piltz (Rhein Polo Club Düsseldorf) zusammengetan. „Wir sind dort nicht als Favoriten angetreten, gehörten aber zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten“, erklärte er.

Bosch als Herz des Teams

Marggraf und Wollenberg gingen in den Angriff. Bosch mit der Nummer drei war der taktische Dreh- und Angelpunkt. Als Spielmacher ist er das Herz des Teams, gestaltet das Spiel und organisiert Angriff und Verteidigung. „Hinten stand Piltz wie ein Fels in der Brandung, verteidigte das eigene Tor und deckte zugleich die Angreifer des gegnerischen Teams“, so Bosch, der bereits 2019 Deutscher Meister im High Goal geworden war und 2020 die Vizemeisterschaft holte.

Siegpunkt erst in letzter Minute

Die Gruppenspiele gegen das Team „Las Florales“ vom Gastgeberklub (7:1,5) sowie den Polo Club Mühlen aus der Nähe von Osnabrück (6:3) wurden souverän gewonnen. Am Finaltag stand den „Berlinosos“ mit dem Hamburger „Nordpack“, für das mit Peter Kienast ebenfalls ein Spieler vom Poloclub Gut Rixförde antrat, ein äußerst schwieriger Gegner gegenüber. So wunderte es nicht, dass das Spiel zu jeder Zeit sehr eng war, und der Spielstand immer nur eine Differenz von maximal einem Tor aufwies. Erst in der letzten Minute gingen Bosch & Co. mit einem halben Punkt in Führung und konnten sich als Deutsche Meister im Medium Goal feiern lassen.

Vorfreude auf Saisonhöhepunkt

Im August finden ebenfalls in Phöben die High Goal-Meisterschaften im Polo statt. Da ist Maximilian Bosch ebenfalls am Start. „Das ist das absolute Saison-Highlight“, schwärmt der Rixförder. Anders als diesmal dürfen dann auch die internationalen Starspieler aus Argentinien oder England mit ihren Pferden antreten. Und wer weiß: Vielleicht werden dann sogar zwei Wildmettwürste als Titelprämie ausgesetzt. Für Bosch und seine Mitstreiter wäre das sicherlich Motivation genug.